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„Zukunft von Völkl, K2 und Marker bleibt gesichert “

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 06. Oktober 2016  |  19:31 Uhr
Nachdem Newell Brands am Dienstag mitgeteilt hatte, sich von der eigenen Wintersportdivision zu trennen, herrschte zunächst Ungewissheit, wie es mit K2 sowie Völkl und den zu beiden Unternehmen gehörenden Marken weitergeht. Nun teilt Newell mit, dass die „Zukunft von Völkl, K2 und Marker gesichert bleibt“. Marmot wird nicht verkauft.
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© Völkl

Am Dienstag hatte Newell Brands angekündigt, im Zuge einer Portfoliobereinigung unter anderem die Unternehmensgruppen Marker Dalbello Völkl und K2 (unter anderem mit den Marken Full Tilt, Madshus, Line Skis oder Zoot) zu verkaufen. Eine Mitteilung, die die Branche in Aufruhr versetzte und einer Präzisierung bedurfte. Diese reicht Newell am Donnerstagabend nach:

Demnach lägen die Gründe für die Verkaufsentscheidung „nicht in der wirtschaftlichen Entwicklung dieser beiden renommierten und traditionsreichen Wintersport-Spezialisten“, sondern schlicht darin begründet, dass Newell den eigenen Fokus mit dem Ziel verändere, „ein starkes und wegweisendes Unternehmen in der Konsumgüterindustrie aufzubauen“. Vielmehr stehe das Management beider Unternehmen hinter der Entscheidung und werde in Gespräche mit potenziellen Interessenten eingebunden. Man wolle einen Eigentümer finden, „der bereit ist, in Wintersport zu investieren und die Erfolgsgeschichte der jeweiligen Marken fortzuschreiben“. Ausdrücklich wird in der Erklärung darauf hingewiesen, dass zum einen Marmot nicht zum Verkauf steht und Newell zudem „beide Unternehmen behalten wird, sollte sich kein passender Käufer finden“.

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Udo Stenzel (Völkl)
© Völkl

Entsprechend fallen denn auch die Reaktionen der Verantwortlichen aus. „Wir werden wie gewohnt weiter an Innovationen und Top-Produkten für den Handel arbeiten. Alle Projekte - auch schon für 17/18 - sind am Laufen. Der Handel kann weiter auf seine starken Partner zählen“, erklärt Völkl-Geschäftsführer Udo Stenzel gegenüber SportFachhandel. Auf die Frage, welche Auswirkungen die Verkaufsabsicht von Newell auf Völkl, Marker und Dalbello habe und ob es gegebenenfalls schon Interessenten für die Marken gebe, könne man noch nichts sagen. Allerdings, so Udo Stenzel, „sind wir sehr starke Marken, sodass wir unsere Zukunft positiv sehen".

Peter Kuba, General Manager K2, leitet uns ein Statement aus dem amerikanischen Headquarter weiter, in dem es heißt, bei K2 herrsche „business as usual“, die Auslieferung der aktuellen Produktlinien sei nahezu abgeschlossen, die Kollektion 2017 werde den Händlern bereits präsentiert („zwei Monate früher als jemals zuvor“). „Wir werden weiterhin in Ausrüstung, Personal und Programme zur Sicherung des Erfolgs unseres Markenportfolios investieren“.

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Andy Schimeck
© Marmot

Marmot wiederum will nach den Spekulationen, dass auch die Outdoor-Marke von den Verkaufsabsichten betroffen ist, klarstellen: Newell Brands unterteilt die zugehörigen Marken in mehrere Business-Segmente, eines davon ist das so genannte Outdoor Solutions Segment, wozu unter anderem Marken wie K2, Marker, Völkl und auch Marmot gehören. Aus diesem Segment stehen (...) nur die Wintersportmarken zum Verkauf. Marmot zählt nicht zu diesen Marken. In die Newell Technical Apparel Marken Marmot und ExOfficio wird künftig unter dem Dach der Outdoor an Recreation Division weiter investiert."

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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