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Puma gibt sich euphorisch

  • Marcel Rotzoll
  • Mittwoch | 05. April 2017  |  10:32 Uhr
Nur einen Tag nach der Vertragsunterzeichnung mit Borussia Mönchengladbach lud Puma zu einem Fachpressetag nach Dortmund. Dort gibt man sich nach zuletzt sehr guten Unternehmenszahlen euphorisch.

Ein sichtlich gut gelaunter Puma Deutschland-Chef Matthias Bäumer konnte zuletzt sehr erfreuliche Zahlen vermelden. Die von ihm verantwortete DACH-Region legt im vergangenen Jahr um 18,8 Prozent zu. Vor allem der Schuhbereich mit 21,3 Prozent und der Accessoires-Bereich mit 25 Prozent sowie auch Textilien mit 15,3 Prozent konnten sehr deutlich zulegen. Für die Herbst-/Winter-Saison 2017 verzeichne man bereits 60 Prozent mehr Aufträge als im Jahr zuvor. Der Durchverkauf der aktuellen Kollektionen funktioniere, Puma verdiene sich die Regalplätze im Sportfachhandel. Beispielsweise durch Shop-in-Shop-Systeme, Backwalls aber auch die generell verbesserte Positionierung im Handel gewinne man deutlich an Sichtbarkeit zurück. Die Konsumenten fragten die Marke wieder verstärkt nach, die Begehrlichkeit nehme zu. Das Momentum sei derzeit für Puma Realität. Bei aller Freude darüber, dass die Raubkatzenmarke wieder angesagt ist, sei man jedoch sehr besonnen. Ja, betont Matthias Bäumer, man wolle die Markenbegehrlichkeit noch weiter erhöhen, als selbst ausgerufene „Forever Faster“-Marke auch besonders schnell auf neue Trends reagieren, die Performance stehe aber im Mittelpunkt, sei das Herz der Marke.

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Keine Masken nirgends: Die BVB-Kabine kurz vor dem Spiel gegen den HSV.
© SFH

Man wolle nachhaltig und gemeinsam mit den Handelspartnern wachsen. Neben den bereits bestehenden eigenen Retail-Flächen in Berlin, Herzogenaurach und München sowie den Outlets seien keine weiteren eigenen Verkaufsflächen in Deutschland geplant. Anders als mancher Mitbewerber habe man die Außendienst- und Showroomstruktur beibehalten. Jeder Händler, der wolle, könne bei Puma auch einen persönlichen Termin mit seinem Ansprechpartner erhalten. Man wolle an den richtigen Stellen verkaufen und ein verlässlicher für den Sportfachhandel sein. Befragt nach den konkreten Zielen beispielsweise in Sachen Fußballschuhen, wo sich derzeit die Rivalen Adidas und Nike den Markt nahezu unter sich aufteilen, hofft Matthias Bäumer, dass Puma den derzeitigen Anteil zwischen circa acht und zehn Prozent in den kommenden fünf Jahren mindestens verdoppeln kann.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL