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Vist und Bailo kommen unter gemeinsames Dach

  • Markus Huber
  • Freitag | 02. Dezember 2011  |  05:45 Uhr
Trento. Auf Seiten der Industrie geht der Konzentrationsprozess munter weiter.

So entsteht nun in Italien eine neue Allianz unter dem Namen Officina Italiana. Hinter diesem Namen verbergen sich der Outdoor-Bekleider Bailo sowie Vist, der Südtiroler Anbieter von Wintersport-Equipment und Bekleidung.

Laut Elmar Stimpfl, Mitbegründer und bislang Mehrheits-Gesellschafter von Vist, erfolgt der Zusammenschluss auf gleicher Augenhöhe, denn beide Partner halten an der neuen Officina Italiana jeweils 50% der Anteile. Dabei ist Vist vom Umsatz der etwas kleinere Partner: Momentan strebt die neue Kombination an, ihren Umsatz auf über 20 Mio. EUR zu bringen, wovon circa 65% auf das Konto von Bailo gehen. Nach Warengruppen dürfte sich der Anteil der Hart­ware auf 15 bis 20% belaufen. Während Bailo als reiner Bekleider positioniert ist, verfügt Vist über ein deutlich breiteres Portfolio. 1997 ursprünglich als Hersteller von Bindungsplatten gegründet, bieten die Norditaliener inzwischen auch Bindungen, Ski und eine breite Kollektion von hochwertiger und modischer Skibekleidung an.

Wettbewerbsfähiger und internationaler

Der Zweck hinter dem Zusammenschluss liegt in einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit und vor allen Dingen in einem stärkeren Auftritt außerhalb Italiens. Unterm Strich soll es mehr Umsatz und mehr Profit geben: Für 2016 peilt die Gruppe einen ­Umsatz von 36 Mio. EUR bei einer Gewinnquote nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 17% an.

Personell besteht die neue Officina Italiana aus Bruno Zotta Bailo als Vorstandschef, ­Elmar Stimpfl als geschäftsführendes Vorstandsmitglied sowie einem ausgewiesenen ­Modefachmann: Roberto Jorio Fili füllte bereits Führungspositionen bei großen Modeunternehmen wie Roberto Cavalli und Valentino aus.

Strategisch richtet sich die Gruppe nach fünf Linien aus: Hartware (Platten, Bindungen), Bailo (Outdoor und Freeride), Teamwear ­(Kooperation von Vist und Bailo), Vist als ­Anbieter von Ski und funktioneller sowie Freizeitbekleidung und schließlich Silvy ­Tricot (Damenbekleidung). Silvy ist im 100%-igen Besitz von Bailo und wird als Mitgift in die Ehe eingebracht. mh

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Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 26 / 2011