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TNF-Konzern übernimmt Timberland

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 29. Juni 2011  |  12:18 Uhr
Greensboro/NC. Die Swartz Familie hat letztendlich verkauft und übergibt ihr Eigengewächs, The Timberland Company, an die VF Corporation, Eigentümerin von The North Face und einer langen Reihe von Outdoor- und Modefirmen.

Die Übernahme des Familien-kontrollierten Unternehmens bringt VF auf ein höheres Niveau, was den Anteil der Outdoor- und Action-Sports-Aktivitäten des Konzerns betrifft: Mit dem Kauf von Timberland steigt der Anteil dieser Einheit auf bereits 50% – obwohl andere Schwergewichte im Konzern, wie die ­Jeans-Marken Wrangler und Lee ein kräftiges Wörtchen mitzusprechen haben, um die Gewichtsverteilung innerhalb der Firma darzustellen. Nichtsdes­totrotz will VF den Outdoor-Anteil mit Timberlands Hilfe bis 2015 auf 60% ausbauen. Das Angebot von 43 USD für die Aktie entspricht einem Unternehmenswert von 2 Mrd. USD, für den VF zu zahlen bereit ist. Dieses Angebot liegt zu 43% über dem Verkehrswert von letztem Freitag, 18% über dem Durchschnitt der letzten 60 Tage vor Platzierung des Angebots und 5% unter dem höchsten Wert der letzten zwei Monate. Schon für 2012 erwarten VF und Timberland, die den Transfer als Fusion darstellen, eine Kostenersparnis von 35 Mio. USD., die sich aus der neuen Allianz ergibt.

Timberlands Umsatzergebnisse für das laufende Jahr werden auf 1,6 Mrd. USD taxiert, was einem Plus von 12% entspricht. VF (Gesamtumsatz 2010: rund 7,7 Mrd. USD) freut sich über eine neue Marke, die insbesondere in Japan stark vertreten ist. Hinzu kommt eine Abgrenzung zu dem anderen Schwergewicht innerhalb der Gruppe, The North Face, das im Wesentlichen den sportiven Bereich bedient, während Timberland eher auf weniger sportliche, aber dabei modebewusste Kunden abzielt. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2011