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Sports Direct wagt sich nach Ungarn und Island

  • Donnerstag | 16. August 2012  |  11:56 Uhr
Sports Direct International (SDI), Großbritanniens führender Sporthändler und bedeutender Inhaber von Marken wie Dunlop, Slazenger, Lonsdale, Karrimor und anderen, greift mit seinem Einzelhandels-Imperium weiter in Europa an, nachdem SDI schon in den letzten Jahren Märkte wie Slowenien, Zypern, Portugal und Frankreich besetzt hat.

Nun starten die Briten mit einem eigenen Geschäft in Ungarn und mit einem Joint Venture in Island.

SDI lässt keinen Zweifel daran, im laufenden Geschäftsjahr bis Ende April 2013 europaweit zehn bis 15 neue Geschäfte zu öffnen und dabei drei bis fünf weitere Länder in Angriff zu nehmen. Neben den oben genannten Märkten ist Sports Direct bereits bestens in Belgien und den Niederlanden etabliert: In Belgien unterhielt die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr (29. April) 43 Läden – insgesamt einen weniger als im vorangegangenen Jahr. In Portugal stieg die Zahl der Verkaufsstellen von zehn auf 13, in den Niederlanden und Zypern jeweils von vier auf sechs und in Frankreich von zwei auf fünf.

Insgesamt schaffte es SDI außerhalb des Vereinigten Königreichs und der Republik Irland auf 88 Sportgeschäfte – neun mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr, wobei die Verkaufsfläche außerhalb der Britischen Inseln um 15% anstieg. Alle Shops sind in vollem Besitz von Sports Direct, mit Ausnahme von Portugal, wo sich die britische Gruppe mit einem Mehrheits-Anteil von 50,1% begnügt.

Insgesamt legte der Konzern mit seinem Einzelhandel außerhalb der Britischen Inseln um 15,5% auf 157 Mio. GBP (200,3 Mio. EUR) zu. Die Brutto-Marge gab leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 43,4% nach.

Das neue Sportgeschäft in Ungarn öffnete unlängst in Debrecen. In Island ging der erste Laden im Mai in Kópavogur im Großraum Reykjavíks an den Start. Wie es heißt, ist das isländische Unternehmen ein Joint Venture von Sports Direct und zwei Einzelunternehmern, Jeff Blue und Sigurður Pálmi Sigurbjörnsson. Letzterer entstammt der Familie, die unter Lizenz Ikea auf der Insel betreibt.

Das internationale Geschäft von SDI macht immer noch einen kleinen Teil der gesamten Umsätze aus. Im Vereinigten Königreich erreichte Sports Direct einen Umsatz von knapp 1,4 Mrd. GBP (1,75 Mrd. EUR), was einem Plus von 7,8% entspricht. Die Zahl der Geschäfte am Heimatmarkt ließ nur um eine Verkaufsstelle auf 305 nach.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 16 / 2012