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Nach schweren Verlusten strukturiert sich Lafuma neu

  • Mittwoch | 10. Juli 2013  |  22:59 Uhr
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 (31. März) musste die Lafuma Group signifikante Verluste und einen Rückgang beim Umsatz verbuchen.

Als Folge sollen tief greifende Umstrukturierungs-Maßnahmen den schief liegenden Kahn wieder flott machen. Dazu gehört die Streichung von 78 Stellen im Hauptquartier in Anneyron und die Verlegung von 46 weiteren Jobs nach Annecy, wo die Tochtermarke Millet angesiedelt ist. Die operativen Einheiten der Marken Lafuma, Millet und Eider, die bislang getrennt wirtschafteten, werden in Annecy zusammengeführt. Der Geschäftsbereich Camping-Möbel soll aber in Anneyron verbleiben.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres fuhr die Lafuma-Gruppe einen operativen Verlust von 4,3 Mio. EUR ein. Im Vergleichszeitraum des letzten Jahres lag der Gewinn noch bei 5,3 Mio. EUR. In der Zwischenzeit sank der Umsatz um 15,9% auf 102,9 Mio. EUR. Die Erlöse ließen um 14,7% im Heimatmarkt Frankreich nach und um 16,2% im internationalen Geschäft. Besonders betroffen waren die Marken Lafuma mit einem Minus von 16,5% auf 38,9 Mio. EUR und Oxbow von 32,5% auf 17,6 Mio. EUR. Die Berg- und Wintersport-Marken Millet, Eider und Killy verbuchten dagegen einen kleineren Schwund um 3%.

Dabei sind die letztgenannten Marken profitabel und auch der Möbel-Bereich von Lafuma, während die anderen Aktivitäten der Kernmarke Verluste einfuhren. Besondere Sorge bereitet einmal mehr das Surf-Geschäft um die Marke Oxbow. Offenbar leidet Oxbow noch mehr als die anderen Brands in diesem Sektor, zumal das Surf-Business in Frankreich derzeit schwächelt, wo Oxbow seine hauptsächlichen Umsätze tätigt.

Insgesamt verbuchte der Konzern im ersten Halbjahr einen Netto-Verlust von 60 Mio. EUR, nachdem das Minus im Vorjahres-Zeitraum unter

1 Mio. EUR lag. Die Verluste kamen weitgehend von Abschreibungen in Verbindung mit Oxbow in Höhe von 37,1 Mio. EUR plus 11,7 Mio. EUR für Warenüberhänge und nicht-bezahlte Kundenrechnungen.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2013