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Lafuma will nicht mehr jagen – und wird gejagt

  • Freitag | 19. Oktober 2012  |  09:50 Uhr
Anneyron. Die Lafuma-Gruppe möchte sich von Le Chameau trennen, der Marke innerhalb des französischen Konzerns, die Schuhe und Bekleidung für Jäger vermarktet.

Das Unternehmen bestätigt, dass es exklusive Verhandlungen mit Marwyn Management Partners betreibt, einer Investment-Firma mit umfassendem Portfolio von Unternehmen in den Bereichen Freizeit, Transport und Technologie, um Le Chameau zu veräußern.

Mit den verbleibenden vier Marken will sich der französische Konzern künftig auf drei Erwerbszweige konzentrieren: Camping-Möbel und Wanderausstattung mit der Kernmarke Lafuma, Bergsport mit Millet und Eider und Boardsports mit Oxbow.

Kurz vor Bekanntgabe des geplanten Verkaufs von Le Chameau unterrichtete Lafuma seine Investoren da­rüber, dass der Verkauf der gesamten Gruppe derzeit ein Thema ist. Als Interessent hat sich das Unternehmen E-Land aus Südkorea gemeldet, mit dem derzeit Verhandlungen geführt werden. E-Land verfügt über ein breites Portfolio an eigenem Einzelhandel, dem Vertrieb von Sport- und Modemarken sowie diversen Lizenzen.

Philippe Joffard, Vorstandsvorsitzender von Lafuma, erläuterte gegenüber sportFACHHANDEL, dass zwischen der Veräußerung von Le Chameau und den laufenden Gesprächen mit Korea kein Zusammenhang bestünde: Der Verkauf der Jagdmarke war strategisch geplant, da man keine ausreichenden Synergien mit den anderen Marken – insbesondere hinsichtlich des Vertriebs – gesehen habe. Das Angebot aus Fernost kam dagegen für die Franzosen eher als „Überraschung“ daher; konkrete Ergebnisse aus den Gesprächen sind allerdings noch nicht zu vermelden. mh

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 19-20 / 2012