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JJB steht bei Adidas, Nike und Umbro mit Millionen in der Kreide

  • Donnerstag | 20. Dezember 2012  |  13:53 Uhr
Wie es heißt, beliefen sich die Schulden der britischen Sporthandels-Kette JJB Sports bei ihren Gläubigern auf 210 Mio. GBP (260 Mio. EUR), als sie im Oktober Insolvenz anmelden musste. Nach Angaben der Insolvenzverwalter schuldete das zusammengebrochene Unternehmen allein Adidas etwa 10 Mio. GBP (12,4 Mio. EUR) sowie Nike und Umbro jeweils 8 Mio. GBP (10 Mio. EUR).

Adidas stimmte zunächst zu, JJB weiter zu beliefern und versuchte, die Außenstände auf die eine oder andere Weise wieder einzutreiben. Vor einigen Tagen ließen die Drei Streifen wissen, dass die Angelegenheit nun Sache der Insolvenzverwalter sei. Die Liste der Gläubiger ist lang: Laden-Vermieter verbuchen Außenstände in Höhe von etwa 9 Mio. GBP (11 Mio. EUR), während die Finanzämter noch auf 2,9 Mio. GBP (3,6 Mio. EUR) warten. In der Schlange stehen ebenfalls der Fußballverband von Wales mit 600.000 GBP (742.600 EUR) sowie andere Unternehmensteile innerhalb der Gruppe mit 110 Mio. GBP (136 Mio. EUR). 45 Mio. GBP (55,7 Mio. EUR) sind noch bei verschiedenen Bankhäusern offen. Hinzu kommen noch Geschenkgutscheine im Wert von insgesamt 1,4 Mio. GBP (1,7 Mio. EUR), die von Kunden zum Zeitpunkt des Antrags auf Gläubigerschutz noch nicht eingelöst waren. Die Insolvenz zu Anfang Oktober führte zur zügigen Schließung von 133 Geschäften, die etwa 2200 Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze kostete. Nur 20 der Shops wurden von Mitbewerber Sports Direct für eine Summe in Höhe von 24 Mio. GBP (29,7 Mio. EUR) aus der Masse herausgekauft.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 24 / 2012