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Günstige Sportkette mischt Dänemark auf

  • Freitag | 18. Januar 2013  |  10:02 Uhr
Sport 24 heißt eine neue Kette, die erst im vergangenen Jahr gegründet wurde und in Dänemark mit ihren Konzepten und Preisen kräftig für Wirbel sorgt.

Bislang zählt der Händler 38 Geschäfte (inklusive Online-Aktivitäten), darunter befinden sich ebenso reguläre Shops wie Outlets, die allesamt auf der Halbinsel Jütland konzentriert sind. Insbesondere die Expansion mit Günstig-Läden könnte den dänischen Sportartikel-Markt erschüttern, auch wenn Manager von Sport 24 beteuern, man mache eher den Supermärkten Marktanteile streitig. Die Kette versteht sich durchaus als Vollsortimenter mit breiter Auswahl in Bereichen wie Fußball und Running, setzt aber auch eigene Akzente. Dazu gehört beispielsweise ein Bekleidungsangebot, das insbesondere Fitness-begeisterte Frauen für Sportarten wie Pilates oder Yoga begeistern soll. Im Programm ist außerdem eine Exklusivmarke namens Cap, die etwa 5% des Umsatzes mit Kategorien wie Softshells, Regenbekleidung oder Sportsocken beisteuert. Aus der Taufe gehoben wurde Sport 24 Anfang 2012, als sich drei Mitglieder entschlossen, die dänische Intersport zu verlassen. Diese drei Händler hatten zuvor schon eine Händlergemeinschaft mit Namen 2010 ins Leben gerufen, die seinerzeit 15% der Zahl der Intersport-Geschäfte in Dänemark repräsentierte, aber im Jahr 2011 auch immerhin geschätzte 30% des Umsatzes.

Das Händler-Trio wollte bei Intersport nicht mehr mitmachen, als sie forderten, Outlets ohne Auflagen zu öffnen, was jedoch nicht im Einklang mit den Richtlinien der Verbundgruppe stand. Tatsächlich kam der Streit vor ein Schiedsgericht, das Intersport Recht gab. Bereits geöffnete Tiefpreis-Flächen mussten wieder geschlossen werden. Sport 2010 hatte an die Gruppe eine Strafe zu zahlen. Hinzu kamen noch die Ambitionen von Sport 2010 im Online-Handel, bei dem die teilnehmenden Händler das Intersport-Logo verwenden wollten, was ebenfalls nicht auf Gegenliebe in der Verbandszentrale stieß.

Die drei „Rebellen“ brachten schließlich eine eigene Kette an den Start, die derzeit von sieben Gesellschaftern

kontrolliert wird und von denen die meisten Anteile, wenn auch nicht mehrheitlich, Henrik Bruun, der frühere Besitzer des Geschäfts Bøgild Sport, hält.

Die Anteilseigner machten sich zügig daran, in Silkeborg eine Zentrale für Einkauf, Logistik und Marketing aufzubauen. Nach Unternehmensgründung wandelten die Macher 22 bestehende Intersport-Geschäfte in Sport 24-Läden um und öffneten zusätzlich 16 weitere Geschäfte. Gegenwärtig verfügt die Kette über 16 reguläre Shops, 20 Billig-Outlets sowie zwei Internet-Angebote.

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… mit den in diesem Artikel genannten Firmen und Personen liegen derzeit nicht vor.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 01-02 / 2013