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Fedas-Meeting endet mit Austritt der Franzosen

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 29. Juni 2011  |  12:08 Uhr
Rom. Die reguläre Jahresversammlung der Fedas, der europäischen Vereinigung der Sport-Fachhändler, endete in einem Eklat: Am Tag nach dem Treffen erklärte der französische Händlerverband seinen Austritt.

Zunächst ging es bei der Sitzung allerdings um eine gewöhnliche Tagesordnung. Auf ihr stand beispielsweise die Wiederwahl des Fedas-Präsidenten: Werner Haizmann, Sporthändler aus Bad Cannstatt und Präsident der deutschen Vereinigung VDS, wurde für drei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Außerdem drehte sich die Tagung in Rom um die Vertiefung der Beziehungen zum europäischen Herstellerverband Fesi. In der Tat wurde in der Ewigen Stadt beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Fesi Zug um Zug auszubauen, um der Sportartikel-Industrie insgesamt in Brüssel ein stärkeres Gewicht zu verleihen und der zunehmenden Vertikalisierung von Industrie und Handel Rechnung zu tragen. Dieser Beschluss ging dem französischen Händlerverband FPS nicht weit genug, der die formelle Fusion von Fedas und Fesi forderte. Dies ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass FPS auch in Frankreich den Zusammenschluss mit der dortigen Hersteller-Gilde Fifas wünscht. Dies wird von den französischen Herstellern allerdings vehement abgelehnt, da Décathlon mit seinem hohen Anteil an Eigenmarken der größte Beitragszahler von FPS ist. Andererseits sind in Frankreich auch Hersteller mit eigenem Einzelhandel im Händlerverband organisiert, darunter Adidas, Lafuma, Le Coq Sportif und Columbia. Der FPS-Austritt aus der Fedas wird mit Ende dieses Jahres wirksam. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2011