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Chinesische Justiz verhängt saftige Strafen über Crocs-Fälscher

  • Donnerstag | 20. Dezember 2012  |  13:53 Uhr
Der amerikanische Schuhanbieter Crocs kann gleich mehrere juristische Siege über Produktpiraten feiern, die in China ihr Unwesen trieben.

Zwischen dem 13. März und dem 27. September wurden nicht weniger als 18 Menschen von chinesischen Gerichten zu hohen Haftstrafen verurteilt. Zusammen genommen sitzen die Abgeurteilten zu 46 Jahren Haft hinter schwedischen Gardinen. Zusätzlich wurden Geldstrafen in Höhe von 450.000 USD verhängt.

In 15 Fällen entschieden Gerichte in Shanghai und Dongguan auf schuldig im Sinne von Produktfälschungen. Zwei weitere wurden nicht nur dieser Straftat, sondern zusätzlich der versuchten Bestechung überführt. Im 18. Fall handelte es sich „nur“ um Bestechung.

Dabei geht es in den vorliegenden Fällen nicht um kleine Fische: Die Untersuchungen im Zusammenhang mit den Verfahren förderten 128.752 Paar gefälschter Crocs zutage. Deren Marktwert beläuft sich auf etwa 9,5 Mio. USD. Bis letzten September wurden bei Polizei-Razzien, die in verschiedenen chinesischen Fabriken durchgeführt wurden, insgesamt 35 kriminelle Handlungen gegenüber Crocs aufgedeckt. Dabei stießen der chinesische Zoll und andere Behörden – vor allem in Shanghai, Guangdong und der Provinz Fujiang auf mindestens 600.000 Paar Schuhe, die dem Design des amerikanischen Anbieters nachempfunden waren.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 24 / 2012