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Bitteres Ende für JJB scheint unausweichlich

  • Freitag | 19. Oktober 2012  |  10:52 Uhr
Das hatte sich das Management von JJB Sports, des großen, angeschlagenen britischen Sporthändlers, vermutlich anders vorgestellt.

Anfang des Monats ging die Kette in ein geplantes Insolvenzverfahren, um auf diesem Wege Teile des verlustreichen Unternehmens einfacher und noch möglichst lukrativ verkaufen zu können. Zumindest Medienberichten zufolge standen die Chancen für den Plan nicht so schlecht, denn es wurden einige große Namen aus der Branche gehandelt, die an einer Übernahme interessiert waren. Dazu zählten unter anderen der englische Mitbewerber Sports Direct International (SDI) sowie das irische Handelsunternehmen Stafford Group mit seiner Kette Lifestyle Sports.

Das dicke Ende kam gleich nach der Anmeldung der Insolvenz: Am Ende stand nur noch SDI als Bieter da – und das für nur 20 der insgesamt 180 JJB-Geschäfte. Als Kaufpreis werden magere 25 Mio. GBP (30,9 Mio. EUR) genannt.

Der Rest dürfte von der Liquidation bedroht sein. KPMG, der Insolvenzverwalter, ließ wissen, dass 133 Geschäfte von einer baldigen Schließung bedroht seien, wovon 2000 Mitarbeiter betroffen wären. Einige Verkaufsstellen wurden bereits dicht gemacht.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 19-20 / 2012