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Billabong pumpt sich frisches Geld: Dakine kehrt nach Amerika zurück

  • Reinhard Schymura
  • Samstag | 03. August 2013  |  12:30 Uhr
Burleigh Heads/Queensland. Der australischen Billabong International Limited, seit längerem in finanzieller Schielflage, gab soeben ein Konsortium, angeführt von der privaten Investmentfirma Altamont Capital Partners (Palo Alto/CA), eine Finanzspritze von 325 Mio. AUD (228 Mio. EUR).

Die Altamont gehörte neben der VF Corporation zu den letzten Bietern, die ursprünglich die Surf-Australier ganz übernehmen wollten. Nun sicherten sich die Kalifornier bei ihrer Investment-Gelegenheit zumindest vollständig die Marke Dakine für 70 Mio. AUD (48,6 Mio. EUR). Als Billabong, 1973 an der Gold Coast von Gordon und Rena Merchant gegründet, noch in Geld schwamm (100 Mio. EUR Netto-Gewinn bei 700 Mio. EUR Umsatz in 2007), wurde eine Vielzahl von Marken übernommen: Von Zipper (2001), Element (2002), Kustom (2004), Nixon (2006) und zuletzt Dakine (2008).

Für Dakine, 1976 in Hawaii von Rob Kaplan gegründet, mit Headquarter in Hood River/Oregon, ließ Billabong seinerzeit insgesamt über 130 Mio. USD springen. Damit kam der amerikanische Surf-Sportler (Bags, Outerwear, Accessoires) in australische Hände. Jetzt sind wieder die Amerikaner am Zug.

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Auch am australischen Firmensitz von Billabong: Teil des Deals war die Ernennung von Scott Olivet zum neuen CEO und Managing Director. Der ehemalige Chairman und CEO von Oakley und frühere Manager von Converse, Hurley sowie Collective Brands, löste an der Billabong-Spitze Launa Inman ab, die vor gut einem Jahr Derek O‘Neill ersetzte (SFH Ausgabe 10/2012, S. 6). Außerdem wurde festgelegt, Jesse Rogers und Keoni Schwartz, die beiden Mitbegründer und Direktoren von Altamont, für den Billabong-Aufsichtsrat neu zu nominieren. rs

Autor: Reinhard Schymura

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 15 / 2013