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Bilanz: Wintersteiger macht keine Krise mit

  • Markus Huber
  • Dienstag | 15. April 2014  |  13:15 Uhr
Ried im Innkreis. Wintersteiger, der Weltmarktführer in Sachen Pflege und Service rund ums Wintersportgerät, verbucht für 2013 erneut einen Rekordumsatz, der sich über alle Geschäftszweige erstreckt.
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Service macht Freude: Vorstands-Vorsitzender Reiner Thalacker (links, mit Marketingleiter Franz Gangl) kann für Wintersteiger gute Zahlen vorlegen.
© Wolfgang Kunasz-Herzig

Der österreichische Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2013 ein Umsatzplus von 12% und spielte Erlöse in Höhe von 141,9 Mio. EUR ein. Dabei konnten auch die Gewinn-Margen verbessert werden: Das Ebit belief sich auf 12 Mio. EUR (+3,4 Mio. EUR), das Ebitda auf 16,5 Mio. EUR. Der Anteil am Geschäft außerhalb Österreichs lag bei 88,6%. Das Unternehmen bedient 130 Länder.

Die Eigenkapital-Quote beläuft sich auf solide 46,2%, was Spielraum für neue Investitionen erlaubt: Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Fertigungs-Standorte in Österreich und Deutschland mit einem Volumen von 17 Mio. EUR aufgerüstet werden. Im letzten Jahr lag der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Umsatz bei 7,7%.

Seit dem Konzernumbau des letzten Jahres gliedert sich Wintersteiger in die vier Bereiche Sport, Holzschnitt, Saatmaschinen und Levelling. Letzterer Bereich kam durch den Zukauf der Firma Kohler, eines Produzenten von Richtmaschinen für die Blechverarbeitung, hinzu.

Erstmalig erreichte die größte Geschäftseinheit, Skiservice und -verleih, einen Umsatz von mehr als 50 Mio. EUR. Insgesamt wurden hier etwa 500 Aufträge bedient, unter anderem mit der Auslieferung von 71 Automatenlinien aus dem Programm Mercury/Discovery.

Im Sportsegment spielten auch die zugekauften Unternehmen eine Rolle: Ohne Angabe absoluter Zahlen konnte die Marke BootDoc (Fußanalyse, Schuhanpassung) um 23% wachsen. Im letzten Oktober wurde zudem der Heiz- und Trocknungs-Spezialist Hotronic akquiriert.

Für das laufende Jahr geht Wintersteiger von einem weiteren Umsatzplus von 7% aus. Dabei sind nach Unternehmensangaben die Märkte Russland, Brasilien und China treibende Faktoren. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 8-9 / 2014