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Ski-Händler im Norden erwarten Umsatzrekorde

  • Nicolas Kellner
  • Mittwoch | 26. Januar 2011  |  11:52 Uhr
Rostock. Schnee überall: Auch an der Ostsee-Küste ist das Ski- und Snowboard-Geschäft voll angelaufen und verspricht neue Rekorde.

Das Business war schon vor dem heftigen Wintereinbruch gut gestartet, berichten norddeutsche Händler, da sich Kunden früh eindecken wollten. Im vergangenen Jahr, das sehr gute Langlauf-Möglichkeiten bot, war schnell keine Ware mehr zu bekommen. Doch diesmal sind die Wintersport-Regale zwischen Rostock und Greifswald gut bestückt, die Händler hochmotiviert. Alpinski sind ebenfalls gefragt: Das Thema „Rocker“ zieht in diesem Jahr auch im Norden verstärkt Kunden an.

Als Spezialist in der Küstenregion sieht sich Intersport-Carré in Rostock. Das zweistöckige Sportgeschäft mit 1200 qm Verkaufsfläche feiert in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. „Von Anfang an haben wir uns im Bereich Ski sehr viel Mühe gegeben“, berichtet Ski-Chef Daniel Freund. Das zahlt sich aus. „Das Wintergeschäft lief schon früh gut“, berichtet Freund, jetzt aber bricht es richtig los. Das hat einen Grund: „Wir legen viel Wert auf eine sehr gute Werkstattarbeit und besten Service rundherum“, erzählt der Rostocker. „Unsere Alpinski-Kunden wollen meis­tens ihre eigenen Ski haben und diese sollen auch bestens präpariert sein.“ Die Käufer fahren zum Skiurlaub in die Alpen oder ins Erzgebirge und wollen dort nicht ausleihen. Wer will, kann sich aber auch bei Carré die neuesten Modelle ausleihen. „Wir führen alle Topmarken“, sagt Freund.

Große Erwartungen hat der Händler in dieser Saison ebenfalls mit dem Thema Langlauf. „Auch dort sind wir gut aufgestellt“, versichert Freund. Im Programm befinden sich natürlich auch die Eigenmarken-Angebote der Intersport. Schwung erfahren die Umsätze noch einmal ab Januar bis in den Februar hinein, wenn im Norden die Ferienzeit startet und viele Familien in den Winterurlaub fahren.

Rocker erreichen den Norden

„Innovationen sind sehr wichtig“, sagt der Wintersport-Spezialist. Das Thema Rocker sei jetzt auch im Norden angekommen. „Bei uns dauert das immer ein bisschen länger, weil wir hier etwas bodenständiger sind.“ Er ist sich sicher, dass sich das Thema immer mehr herumspreche und neue Kunden anzieht, die Mal etwas Neues ausprobieren wollen. Stärker geworden ist zudem das Snowboard-Business. Zum größten Teil werde hier über Sets verkauft. Auf jeden Fall zieht das junge Kunden an, freut sich Freund. Diese lassen sich auch für das entsprechende Winter-Outfit begeistern.

Thomas Mundt ist einer der größten Sporthändler entlang der Ostsee-Küs­te. Sein Stammhaus liegt in der Greifswalder Innenstadt und verfügt über 440 qm Verkaufsfläche. Dazu betreibt der norddeutsche Händler zwei Intersport-Profimärkte: einen in Greifswald und einen nahe Rostock. Insgesamt betreibt der Händler eine Sportverkaufs-Fläche von gut 1600 qm. „Das Wintergeschäft ist in vollem Gange“, freut sich Mundt, die Skiabteilungen seien alle gut besucht. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre wurden alle drei Sportgeschäfte um- und ausgebaut. Sowohl bei Alpinski als auch bei Langlauf-Ski seien die Umsätze von Jahr zu Jahr angezogen.

Entsprechend stärker kaufte Mundt ein. In dieser Saison soll kein Kunde leer ausgehen. Bei Mundt werden jedoch immer noch mehr Langlauf-Ski als ­Alpinski verkauft. „Bei uns in der Region fährt man traditionell Langlauf-Ski.“ Darauf konzentriert sich der Händler auch. Während die Werkstatt für Alpinski-Kunden bei Mundt eher klein gehalten ist, läuft im LL-Bereich das volle Service-Angebot.

Noch interessanter am Wintergeschäft ist für Mundt der Textilbereich. Mit Ski- und Snowboard-Hartware erzielt der Händler lediglich 10% seines ­Winterumsatzes. Allerdings werden ­damit Kunden in den Laden gezogen. npk

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Autor: Nicolas Kellner

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 02 / 2011