• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Die Tinte unter dem Kaufvertrag ist trocken

  • Uli Wittmann
  • Mittwoch | 03. August 2011  |  12:45 Uhr
Graz. Am 29. Juli verkaufte die Wiener Bawag Bank den Grazer Schuhfilialisten Stiefelkönig an den ebenfalls in Graz ansässigen Marktführer Leder & Schuh.

Leer gingen der Hamburger Schuhhändler Görtz sowie die steirische Ringschuh aus, die beide mit geboten hatten. Bereits im Februar kaufte Geox Italien 19 von Stiefelkönig betriebene Franchise-Läden (SFH Ausgabe 5/2011, S. 18).

„Stiefelkönig ist eine der bekanntesten Marken am österreichischen Schuhmarkt und verfügt nach wie vor über gute Sympathiewerte. Die Marke hat Potenzial zu einer deutlicheren Positionierung im gehobenen Segment. Unser strategisches Ziel ist es daher, Stiefelkönig wieder stärker in diesem gehobenen Segment anzusiedeln“, sagt Gottfried Maresch (Vorstandsvorsitzender von Leder & Schuh). Sein Unternehmen verfügt über 3700 Mitarbeiter und über 350 Standorte in elf Ländern. Der Filialist aus Graz soll 2010 einen Umsatz von 542,8 Mio. Euro (+ 9.4%) erzielt haben.

Stiefelkönig wurde 1919 gegründet und entwickelte sich ausgehend von Stammhaus in Graz bis Anfang der 90er Jahre zu einem der führenden Schuhhäuser in Österreich. Es folgten Filialeröffnungen in Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Ende 2003 übernahm die Bawag P.S.K. Gruppe den Filialisten. Das Filialnetz der Vertriebslinie Stiefelkönig selbst umfasst heute 66 Stores (davon 54 in Österreich) und beschäftigt 645 Mitarbeiter (552 in Österreich). 2009 soll der Umsatz laut Branchenkennern bei 110 Mio. EUR gelegen haben. Außerdem erklärt Maresch: „Ziel der Leder & Schuh Gruppe ist es, möglichst viele Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten. Standorte, die sich nicht für eine Re-Positionierung eignen, möchten wir an Mitgliedsunternehmen von Ringschuh übergeben, um eine Fortführung der Filialen sicherzustellen.“ uw

Autor: Uli Wittmann

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 17 / 2011