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Adidas beruft Auschel in den Vorstand und rudert für 2013 zurück

  • Markus Huber
  • Freitag | 20. September 2013  |  01:17 Uhr
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Roland Auschel
Herzogenaurach. Adidas-Urgestein Roland Auschel wurde soeben vom Aufsichtsrat des Konzerns in den Vorstand berufen, um dort den weltweiten Vertrieb zu verantworten. Zeitgleich nehmen die Drei Streifen ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurück.

Der 50-jährige Auschel steht bei Adidas bereits seit Oktober 1989 in Lohn und Brot und beschäftigte sich dort während seiner langen Karriere um strategische Planung sowie um die Steuerung verschiedener Aufgabenbereiche und Regionen. Zu seinen Funktionen gehörte das Key-Account-Management in Europa, die Geschäftsführung im deutschsprachigen Raum sowie die Leitung der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Seit 2007 bekleidet Auschel den Posten des Chief Sales Officer Multichannel Markets.

Auschels Vorstandsposten ab 1. Oktober wird neu geschaffen, womit das operative Führungsgremium auf insgesamt fünf Mitglieder erweitert wird. Neben Auschel sind das unverändert Herbert Hainer (CEO), Glenn Bennett (Operations), Robin Stalker (Finanzen) und Erich Stamminger (Marken). Auschel leitet den weltweiten Vertrieb mit Ausnahme von Nordamerika, wo Hainer selbst das Geschäft verantwortet.

Parallel musste der Konzern seine Gewinnerwartung für das aktuelle Geschäftsjahr zurückschrauben. Der Netto-Gewinn soll nun zum Jahresschluss im Bereich zwischen 820 und 850 Mio. EUR landen und nicht mehr – wie ursprünglich geplant – zwischen 890 und 920 Mio. EUR. Entsprechend wurde auch die Projektion für den Umsatzzuwachs nach unten angepasst: Der dürfte jetzt nicht mehr im mittleren, sondern eher im kleineren einstelligen Bereich verlaufen.

Zur Begründung nennt Adidas die zuletzt starke Entwicklung des Euro gegenüber Währungen in grundsätzlich interessanten Märkten wie Russland, Japan, Brasilien, Argentinien, der Türkei und Australien. Zudem gab es individuelle Schwierigkeiten bei der Umstellung des Vertriebs in Russland und eine generell schwächere Entwicklung am für Adidas und Tochter-Marke TaylorMade spannenden Golfmarkt. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 18 / 2013