• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Währungsschwankungen bremsen Adidas besonders in Westeuropa

  • Selma Özakin
  • Dienstag | 27. August 2013  |  13:43 Uhr
Herzogenaurach. Mit einem Konzernumsatz von insgesamt 7,13 Mrd. EUR kam die Adidas Group mit -2,8% schlechter über die ersten sechs Monate.
neuer_name
Herbert Hainer

„Herausforderungen im Zusammenhang mit negativen Währungsentwicklungen hatten im bisherigen Verlauf des Jahres eine signifikante Bremswirkung“, erklärte Vorstandsboss Herbert Hainer. Denn als Hauptgrund neben fehlenden Großereignissen (Olympiade und Fußball-EM) schlugen schlechtere Geschäfte in Westeuropa voll zu Buche, deren Gesamtumsätze sich auf rund 1,9 Mrd. EUR (-9%) am deutlichsten verringerten.

Die europäischen Schwellenländer waren mit einem Umsatz von insgesamt 901 Mio. EUR (-2%) weniger betroffen, ebenso die Region Nordamerika mit einem Rückgang auf 1,71 Mrd. EUR (-1%). In China wuchsen die Umsätze auf 781 Mio. EUR (+7%) und in Lateinamerika auf 765 Mio. EUR (+9%). In den anderen asiatischen Märkten dagegen rutschen die Umsätze auf rund 1 Mrd. EUR (-8%) stark ab. Währungsbereinigt betrachtet, sind jedoch alle Regionen mit Ausnahme Westeuropa (-9%) im grünen Bereich gelandet: Europäische Schwellenländer (+1%), Nordamerika (+1%), China (6%), andere asiatischen Märkte (+1%) und Lateinamerika (+16%).

Nicht gut verlief das Großhandels-Segment, das im ersten Halbjahr 2013 auf insgesamt 4,49 Mrd. EUR (-5%) Umsatz zurückging, während die eigenen Einzelhandel-Geschäfte weiter auf 1,58 Mrd. EUR (+3%) wachsen konnten.

Unter dem markenmäßigen Bilanz-Strich konnte nur Rockport mit 130 Mio. EUR (+1,8%) Umsatz leicht zulegen. Die höchsten Umsatz-Rückschläge verzeichneten Reebok auf 733 Mio. EUR (-6,9%) und Reebok-CCM-Hockey auf 96 Mio. EUR (-6,4%). Die Haupt-Marke Adidas rutschte auf 5,4 Mrd. (-2,4%) und Taylor-Made Adidas Golf (inklusive Asworth und Adams Golf) auf 771 Mio. EUR (-2,1%).

Gewinnmäßig lag die Adidas Group bislang auf einem guten Weg: Der Konzerngewinn stieg in den ersten sechs Monaten auf 481 Mio. EUR (+6%). Aber eine Entwarnung liest sich anders: „Das schwache Marktumfeld in Europa und die ungünstige Entwicklung mehrerer Währungen gegenüber dem Euro deuten darauf hin, dass sich die Erreichung der Konzernziele für das Gesamtjahr 2013 schwieriger gestalten wird als ursprünglich angenommen“. rs

Autor: Selma Özakin

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 16 / 2013