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Studie: Welche digitalen Services kommen im Shop gut an?

  • Eveline Heinrich
  • Mittwoch | 12. März 2014  |  10:10 Uhr
Köln. Vom kostenfreien WLAN im Geschäft über die virtuelle Anprobe bis zur interaktiven Shopping-Wall: Die Möglichkeiten, den Kunden digitalen Service zu bieten, sind mittlerweile mehr als zahlreich.

Die Studie „Digitalisierung des Point of Sales – Auf den Kundennutzen kommt es an“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Demandware zeigt jetzt auf, welche digitalen Services echte Mehrwerte liefern und für die Konsumenten interessant sind. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse der Kategorie Sport & Outdoor dargestellt und mit den Umfragewerten anderer Branchen verglichen. Befragt wurden insgesamt 1000 Verbraucher, je Branche jeweils 200.

Wenn es um den Kauf von Sportbekleidung, -geräten und Outdoorbedarf geht, stehen grundlegende digitale und Cross-Channel-Services bei den Kunden hoch in der Gunst: Die ersten Plätze im Ranking nach Interesse belegen Online-Verfügbarkeits-Check (69,5%), kostenfreies WLAN im Geschäft (69,5 %), Bestellung im Online-Shop mit Abholung im Geschäft (63,5%), Zugriff auf Bestand in anderen Filialen (61,5%) sowie das Scannen von Codes für Informationen (60%). Sie helfen den Kunden dabei, den Kauf von Sportartikeln schneller, bequemer und informierter abzuwickeln. Das Interesse an einigen digitalen Services ist in der Kategorie überdurchschnittlich hoch ausgeprägt, während andere Services als weniger interessant eingestuft werden.

Im Sportfachhandel kommt die Kundenkarten-App gut an

Zu den Services, die beim Kauf von Sport- und Outdoorbedarf besser beurteilt werden als in anderen Branchen, gehört die Kundenkarten-App mit Coupons (58%). Dies lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass es sich hier häufig um höherpreisige Produkte handelt und es oft Saisonware gibt (etwa Wintersportausrüstung, Campingbedarf oder den Jahreszeiten angepasste Sportkleidung und -geräte) und Coupon-Aktionen daher zum einen lohnenswert und zum anderen bekannt sind. Ungefähr sieben Prozent besser als im Branchenmittel schneidet der digitale Produktkatalog im Geschäft mit Filtern ab (49%): Häufig führen Sport- und Outdoorhändler große Flächen mit einer Vielzahl an Produkten. Für die Kunden ist es daher nützlich, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Produkte, von welchen Marken und in welchen Ausführungen vorhanden sind.

Schlechter als im Branchendurchschnitt wird mit 35% hingegen das Self-Scanning während des Einkaufs bewertet. Häufig werden in der Kategorie nur wenige Produkte auf einmal gekauft und den Kauf eines Fahrrads oder eines teuren Zelts möchten viele Kunden sicherlich lieber persönlich bei einem Mitarbeiter abschließen.

Click & Collect ist ein Renner

Die Sporthändler in Deutschland haben vor allem das sogenannte „Click&Collect“ für sich entdeckt – also die Online-Bestellung mit Abholung im stationären Geschäft. Diesen Service bieten beispielsweise Sport Scheck, Karstadt Sport oder Intersport an. Besonders innovativ in Bezug auf die Digitalisierung ist Adidas NEO: Der Hersteller hat sein Schaufenster in der Fußgängerzone in Nürnberg mit einer interaktiven Shoppingwall ausgestattet, über die Kunden zu jeder Zeit Produkte ansehen und kaufen können. Columbia Sportswear schließlich verfügt über Kiosks in den Läden, über die Artikel gesucht oder gekauft werden können. eh

Autor: Eveline Heinrich

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 7 / 2014