Montag | 10. Juni 2013  |  08:01 Uhr

Sport steht bei Karstadt besser da als vieles andere

Essen. Einmal mehr ist der Warenhaus-Konzern Karstadt ausgiebig mit negativen Schlagzeilen bedacht.

So soll es laut Bild-Zeitung in der vergangenen Woche zu einem Krisentreffen von Eigentümer Nicolas Berggruen und dem operativen Management gekommen sein, um die weitere Vorgehensweise zu beraten. Konkrete Ergebnisse der Konferenz wurden zunächst nicht bekannt. Neben den anhaltenden Verlusten machen die schlecht aufgelegten Gewerkschaften Sorgen: Diese üben heftige Kritik an Berggruen, der gewissermaßen nichts in die Kette investiert habe, um den angeschlagenen Händler aus der Krise zu lotsen. Dabei macht Berggruen laut Bild für sich selbst lukrative Geschäfte mit dem Konzern: So wurde 2010 ein Handel besiegelt, der vorsieht, dass der neue Eigner den Markennamen Karstadt für einmalig 5 Mio. EUR kauft und diesen wieder „zurückvermietet“ – dem Vernehmen nach für zwischen 8 und 12 Mio. EUR pro Jahr. Für das laufende Geschäftsjahr (30. September) stehen die Zeichen laut Medienberichten nicht auf Besserung der Lage: In diesem Zeitraum soll der Umsatz erneut um 232 Mio. EUR auf etwas über 3,1 Mrd. EUR sinken. Während die 86 regulären Warenhäuser überwiegend Verluste schreiben, heißt es, dass 28 Sporthäuser besser wirtschaften als die „normalen“ Warenhäuser. mh

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 11 / 2013