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Sport Scheck weiter auf Expansionskurs

  • Reinhard Schymura, Markus Huber
  • Donnerstag | 15. März 2012  |  11:42 Uhr
München/Unterhaching. Sport Scheck steigerte im Geschäftsjahr 2011/2012 (1. März bis 29. Februar) seinen Gesamtumsatz nach vorläufigen Berechnungen um 6% (Vorjahr: 19,1%) auf 408 (Vorjahr: 384,6) Mio. EUR.

Damit konnte der Filialist laut eigenen Angaben gegen „den Markttrend, der eindeutig negativ war“ weiter wachsen. Detaillierte Geschäftsdaten sollen Ende Juni veröffentlicht werden. Doch schon heute ist klar: Expansion steht weiter auf dem Programm. Im Wesentlichen darf der Umsatz als flächenbereinigt betrachtet werden. Der Versandhandel erreichte nach Angaben von Stefan Herzog, Sprecher der Geschäftsleitung des Unternehmens, erneut eine Quote von 50% am Gesamtgeschäft. Dabei verschob sich das Verhältnis des Online-Handels – verglichen mit klassischem Versand – nur unwesentlich auf 73% nach oben. Im Ausland tritt Scheck dagegen auf der Stelle: Ein Versuchsballon für den Versandhandel in die Niederlande wurde wieder eingeholt. Ein ähnliches Projekt hat es in Russland gegeben, doch dort will man laut Herzog am Ball bleiben, nachdem Verbesserungen im eigenen Angebot vollzogen sind. Einen konkreten Zeitplan für den Neustart gebe es allerdings derzeit noch nicht. Am 22. März eröffnet der Multi-Channel-Sporthändler in der Innenstadt von Braunschweig (am Kattreppeln 24) auf 2700 qm seine 16. Filiale (der Standort in Wolfsburg mit 1800 qm wurde dafür geschlossen). Leiter des neuen Hauses, das Kunden auf zwei Etagen Ausrüstung für fast alle Sportarten bietet, ist Andreas Meyer: „E-Shop ist State-of-the-Art, aber iPads sind neu. Daher haben wir auf jedem Stockwerk eine Station und mehrere iPads, die als mobile Endgeräte zur Kundenberatung genutzt werden.“ Stefan Herzog unterstreicht: „Damit wollen wir unsere Stellung als innovativster Sporthändler Europas festigen und weiter ausbauen.“ Im Frühjahr 2014 macht Sport Scheck schon mit der nächsten Neueröffnung von sich reden: Im Herzen von Kassel (Königsplatz 40) wird das 17. stationäre Haus knapp 2400 qm Verkaufsfläche umfassen, die auf drei Etagen verteilt sind. Voraussichtlich im Herbst 2014 folgt in Düsseldorf in zentraler Lage (Schadowstraße) die 18. Filiale: Auf vier Stockwerken mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 3500 qm soll Kunden ein umfangreiches Sportsortiment zur Verfügung stehen. Auch hier sind moderne iPad-Stationen fester Bestandteil im Verkaufsbereich, um für Kunden und Mitarbeiter die Geschäftsabwicklung noch einfacher, komfortabler und umfassender zu machen. So können zum Beispiel auch Artikel bestellt werden, die nicht in der Filiale verfügbar sind. Insgesamt rund 66.000 qm Verkaufsfläche umfassen dann alle 18 stationären Geschäfte. rs/mh

Autor: Reinhard Schymura

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 05 / 2012