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Sport 2000 International: Mehr Einheit in die Vielfalt

  • Bernd Gutewort
  • Freitag | 01. Juni 2012  |  08:42 Uhr
Zürich. „Wir setzen als Sport 2000 konsequent unseren Erfolgsweg in Europa fort, bestärkt durch unsere sportliche DNA, das Sport 2000 Banner, das unsere Stellung als Nummer zwei unter den weltweiten Verbundgruppen des Sport-Fachhandels das unverwechselbare Gesicht am Markt gibt“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Schnellbügel auf der jüngsten Generalversammlung von Sport 2000 International in Zürich.

So wurden in 25 europäischen Ländern mit 3520 Sport-Fachgeschäften (42 mehr als 2010) auf rund 1,595 Millionen qm Verkaufsfläche rund 5 Mrd. EUR Umsatz erwirtschaftet, was einem Marktanteil von 13,8% entspricht. Dabei lag die durchschnittliche Größe eines Geschäftes bei 453 qm Verkaufsfläche mit einem Umsatz von 1,42 Mio. EUR. Das entspricht einem durchschnittlichen Umsatz von 3700 EUR pro Quadratmeter bei einer Mitarbeiterzahl von 10 pro Geschäft. Ziel sei es, so Schnellbügel, die Zahl der Mitgliedsgeschäfte zu steigern, die sich unter dem einheitlichen Sport 2000 Banner präsentieren. Das sind derzeit rund 750 Geschäfte in Europa. „Innerhalb der Gruppe zu mehr verbindlichen Einkaufslösungen zu kommen“, das forderte Andreas Rudolf, Geschäftsführer von Sport 2000 Deutschland und stellvertretender AR-Vorsitzender der Sport 2000 International. Er plädiert dabei für das Freetail-Programm, das es ermögliche „mehr Einheit in unsere Vielfalt“ zu bekommen. Für dieses Programm der strikten Verbindlichkeit sind momentan 154 Mitglieder in Deutschland auserkoren, von denen bereits mehr als 80 eine feste Zusage gegeben hätten. Das Programm steht auf sechs Säulen (Personal, elektronische Vernetzung, Business Management, Marketing, Shop-Design, Produkte), das jeder Freetailer verbindlich erfüllen und zudem die Bereiche Outdoor, Running, Teamsport und Multisport führen muss.

Freetail-Konzept mit Warenrückgabe

Im Freetail-Konzept ist auch die Möglichkeit eines eigenen Outlet-Centers integriert, das in Österreich bereits startete (SFH Ausgabe 8/2012, S. 12). Rudolf erklärt: „Die Vermarktung von Überbeständen und Altware ist auch für die deutschen Sport 2000-Handelspartner ein sehr wichtiges Thema. Aus diesem Grund wollen wir im Rahmen unseres Freetail-Konzeptes den teilnehmenden Händlern die Möglichkeit geben, nicht verkaufte Ware zu einem bestimmten Preis an uns abzugeben. Damit stellen wir den Freetail-Partnern Vertriebskanäle nach dem Outlet-Prinzip zur Verfügung. Ob wir selbst Outlet-Stores betreiben werden, steht jedoch nicht fest. Hier wägen wir die Vor- und Nachteile mit anderen Lösungen, z. B. gemeinsamen Ansätzen mit Lieferanten ab. Dabei werden sicherlich die Erfahrungen, die nun in Österreich mit dem Sportmarken-Outlet gemacht werden, für uns eine wertvolle Entscheidungshilfe sein.“ rs

Autor: Bernd Gutewort

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10 / 2012