Donnerstag | 23. Januar 2014  |  02:51 Uhr

Sport 2000 hält ein Wachstum um mehr als 3% für realistisch

Mainhausen. Wie für den gesamten Sportartikel-Handel war auch für die Händlergemeinschaft Sport 2000 das letzte Jahr nicht optimal. Die Zentrale konnte zwar mehr Umsätze fakturieren, aber nicht die angeschlossenen Händler. Dieses Jahr soll aber alles besser werden - nicht zuletzt wegen der Fußball-Weltmeisterschaft.

Insgesamt konnte der Mainhausener Verband seinen ZR-Umsatz um 5,3% gegenüber dem Vorjahr steigern. Dagegen sank der Außenumsatz für die Händler um 1,8% (nur Deutschland). Für das Jahr 2012 wurde ein Einzelhandels-Umsatz von 1,55 Mrd. EUR ausgewiesen.

Im laufenden Jahr soll alles besser werden - trotz einer bislang durchwachsenen Wintersaison. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, von der Sport 2000 kräftige Impulse erwartet. Nicht zuletzt, weil sich der Verband durch Spezialisten profiliert, unter anderem im Teamsport.

Andreas Rudolf, Geschäftsführer der Sport 2000, weist hier auf interessante Verschiebungen hin: Adidas, bislang unangefochtener Top-Lieferant, wird momentan gerade da angeschossen, wo es den Drei Streifen am meisten weh tun dürfte - im Fußball. Hier hat offenbar Nike eine ziemlich erfolgreiche Aufholjagd hingelegt. Aus Sicht von Sport 2000 hat Nike in zehn aufeinander folgenden Monaten mehr Fußballschuhe verkaufen können als Adidas.

Gleichzeitig wird Adidas gelobt, denn es gebe insgesamt sehr viel Ware am Markt. Adidas habe sich in diesem Zusammenhang sehr kooperativ gezeigt und nimmt - unter bestimmten Konditionen - auch Ware zurück.

Als im allgemeinen gescheitert beurteilt Rudolf die Politik des selektiven Vertriebs der letzten Monate. Hier ginge es oftmals um eine halbherzige Vorgehensweise gegenüber preisorientierten Internet-Händlern. Als lobendes Beispiel hebt Rudolf in diesem Zusammenhang den Lieferanten Deuter hervor, der sich offenbar äußerst konsequent verhält. mh

Autor: Markus Huber

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 3 / 2014