Sonntag | 26. Januar 2014  |  09:00 Uhr

Schweizer Intersport arbeitet trotz Hindernisse wieder profitabel

Bern. Die {c|Intersport|32} PSC Gruppe erreichte im Geschäftsjahr 2012/13 (bis 30.9.2013) einen konsolidierten Umsatz (Großhandel) von 201,1 Mio. CHF (-5.0%, 163,5 Mio. EUR) gegenüber 211,5 Mio. CHF (172 Mio. EUR) im Vorjahr. Trotzdem gelang die Rückkehr in die Gewinnzone. Trotz der Pleite von Budget Sport, des größten Mitglieds der Gruppe, resultiert ein Konzerngewinn von 0,9 Mio. CHF (0,73 Mio. EUR). Der Verwaltungsrat will jetzt sogar eine Dividende von 2,75 CHF pro Namensaktie auszahlen.

Ein schwieriges Jahr schlägt sich auch beim Zentralregulierungs-Umsatz nieder: Mit 174,3 Mio. CHF (142 Mio. EUR) lag dieser um 4,8% bzw. 8,8 Mio. CHF unter dem Vorjahr (183,1 Mio. CHF). Intersport ist in der Schweiz mit 241 Franchise- und Einkaufspartnern an 353 Verkaufsstellen vertreten. Nachdem sich die Billigtochter Budget Sport als Flop erwies und das Format wieder eingestellt wurde, ist der Umsatz im Bereich Einzelhandel von 20,6 Mio. CHF im Vorjahr auf 17,2 Mio. CHF (13,9 Mio. EUR) zurückgegangen.

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Die Steigerung des Umsatzes im Bereich Lagerhandel von 7,8 Mio. CHF auf 9,5 Mio. CHF (7,7 Mio. EUR) konnte fast ausschließlich mit Eigenmarken realisiert werden. Mit dem Format „Sport-Fabrik“ werde jedoch weitergearbeitet. In Volketswil, Sion, Regensdorf sowie in Hägendorf werden dort Rest- und Übermengen aus Warenbeständen der Franchise-Partner zentral zu stark vergünstigten Preisen verkauft.

Im Bereich der Stationsgeschäfte, welchem fast die Hälfte der Partner-Händler zuzuordnen sind, hatte man eine stabile und positive Entwicklung gesehen, erklärt Intersport-PSC-Geschäftsführer Urs Müller. Der Ausbau der Rent-Plattform in Zusammenarbeit mit Österreich, Deutschland und Frankreich habe sich bewährt. Und die erste Etappe des Aufbaus der Intersport Rent-Network AG (St. Moritz) konnte mit dem Saisonstart im Dezember 2012 abgeschlossen werden. Auch die Rent-Network Jungfrau Region AG erweiterte ihre Standortpräsenz mit dem Neubau First um einen weiteren Standort.

Gewinnmarge blieb stabil

Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens sowie erhöhter Wertberichtigungen auf Forderungen, Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Bruttogewinn allerdings von 12,9 Mio. CHF im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 12,2 Mio. CHF (9,92 Mio. EUR) im Berichtsjahr. Ein nur durchschnittliches Wintergeschäft sowie ein nasskalter Frühling hätten sich negativ auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Das allgemeine Preisniveau für Sportartikel habe sich zudem weiter reduziert und zu einem weiteren Rückgang des Gesamtvolumens im Sportmarkt geführt. Durch den höheren Anteil von Lager- und Einzelhandelsumsätzen am Gesamtumsatz blieb die Brutto-Gewinnmarge im Vergleich zum Vorjahr stabil und beläuft sich auf 6,1%. Die übrigen Betriebserträge, welche vor allem mit Dienst- und Marketingleistungen gegenüber den Partnern und gegenüber den Lieferanten erzielt werden, lagen mit 7,3 Mio. CHF (5,93 Mio. EUR) ebenfalls unter dem Vorjahr (8,3 Mio. CHF).

Zurück in der Gewinnzone

Insgesamt blieb im Berichtsjahr ein Betriebsgewinn (Ebit) von 0,8 Mio. CHF (0,65 Mio. EUR) gegenüber einem Minus von 3,2 Mio. CHF im Vorjahr hängen. Das positive Betriebsergebnis resultiert aus dem Wegfall der Restrukturierungskosten und Wertbeeinträchtigungen auf Aktiven im Zusammenhang mit der Aufgabe der operativen Geschäftstätigkeit der Budget Sport Schweiz AG. „Mit einer schlanken Kostenstruktur sollten wir die Herausforderungen der kommenden Jahre mit Erfolg meistern können“, meint Nicholas Berry, Mehrheitseigentümer von Intersport PSC und Verwaltungsratschef. Das Konzernergebnis weist somit einen Gewinn von 0,9 Mio. CHF gegenüber einem Verlust von 3,3 Mio. CHF im Vorjahr aus. npk

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 1-2 / 2014