Donnerstag | 20. Dezember 2012  |  13:33 Uhr

Reebok wird global gesteuert und lokal gemanagt

Herzogenaurach. Der interne Umbau bei Reebok ist abgeschlossen: „Global-Lokal“ ist die Struktur künftig ausgerichtet, sagt Konzernsprecher Jan Runau.

2013 will die Adidas-Tochter neu durchstarten und als authentische „Fitness- und Trainingsmarke“ zu alten Rekorden aufbrechen. „Global-Lokal“ bedeute, dass künftig auch Reebok auf regionale Zwischenstationen verzichtet. „Wir haben herausgefunden, dass wir damit schneller sind und einen direkteren Kontakt haben“, erklärt Runau. Die beiden Standorte Amsterdam und Hongkong seien große Niederlassungen der Adidas-Group mit mehreren Hundert Mitarbeitern und zahlreichen Funktionen wie Personal, Logistik und Finanzen. Die würden natürlich bestehen bleiben, konkretisiert Runau, und auf diesen Feldern werde auch weiter für Reebok gearbeitet. Lediglich die dortigen Marketingabteilungen von Reebok würden wegfallen und damit auch bis zu 150 Stellen. Es gebe an den beiden Standorten seit anderthalb Jahren auch kein Adidas-Marketing mehr, unterstreicht Runau. Das Marketing werde für Reebok künftig ebenfalls global gesteuert, so wie für Adidas eben schon länger (SFH Ausgabe 18/2012, S. 6). Das in Canton angesiedelte globale Reebok-Marketing-Team wird für die sechs neu geschaffenen Kern-Business-Units Training, Running, Walking, Studio, Classics (inkl. Basketball) und Kids die Produkte und Konzepte für die jeweiligen Kategorien entwickeln. Von allen anderen Kategorien wie Tennis und Indoor hat Reebok sich verabschiedet.

Das Business selbst werde von drei globalen Vertriebsleuten abgedeckt, die künftig allerdings für beide Marken, Adidas und Reebok, zuständig sind, betont Runau: einen für Großhandel (Roland Auschel), einen für die eigenen Einzelhandels-Aktivitäten (Michael Stanier) sowie einen für E-Commerce (Harm Ohlmeyer). In den jeweiligen Ländern gibt es lokale Geschäftsführer für beide Marken: wie zum Beispiel Günter Weigl (Deutschland, Österreich, Schweiz). Darunter wiederum steuert jeweils ein Marken-Direktor entweder Reebok (wie ab 1.1.2013 Katja Erbe, SFH Ausgabe 23/2012, S. 1) oder Adidas (Martin Schindler). npk

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 24 / 2012