Sonntag | 26. Januar 2014  |  09:00 Uhr

Puma braucht noch etwas Zeit

Herzogenaurach. Bei Puma setzten sich die unguten Trends aus dem ersten Halbjahr 2013 auch im dritten Quartal fort, was Umsätze, Regionen und Produkte betreffen.

Allerdings verbesserte sich der Konzerngewinn in den ersten neun Monaten von 113 auf 121 Mio. EUR, wozu auch das eigene Einzelhandelsgeschäft mit 446 Mio. EUR (+7,1%) beitrug.

„Wir wissen, dass unser Geschäft weiterhin schwierig ist und durch Absatzprobleme, verbesserungsfähige Vertriebswege und eine derzeit niedrige Markenbegehrtheit geprägt ist“, erklärt Björn Gulden, seit 1. Juli CEO von Puma. Es brauche noch etwas Zeit, um Puma wieder zu alter Stärke zu verhelfen.

Die konsolidierten Umsätze gingen von Januar bis September währungsbereinigt auf insgesamt 2,3 Mrd. EUR (-2,5%) zurück. In der Region EMEA fielen diese auf 992 Mio. EUR (-3,6%) und im Raum Asien/Pazifik auf 506 Mio. EUR (-4,5%). Nur die Region Amerika legte erneut leicht auf 788 Mio. EUR (+0,4%) zu. Dabei sanken die Gesamtumsätze bei Schuhen auf 1,1 Mrd. EUR (-7,4%) und bei Textilien auf 780 Mio. EUR (-1,2%). Accessoires waren weiterhin gefragter und erzielten 426 Mio. EUR (+9,5%).

Im Rahmen des eingeleiteten Transformationsprogramms wurden bereits zwei Drittel der unrentablen eigenen Geschäfte und drei Warenlager geschlossen sowie die Anzahl der Artikel um 10% reduziert. Insgesamt sanken die operativen Aufwendungen von 986 auf 911 Mio. EUR. Doch das reichte nicht: Das operative Ergebnis (vor Sondereffekten) ging per Ende September von 248 auf 190 Mio. EUR zurück. In einer Ad-Hoc-Meldung erklärte Puma außerdem, dass im vierten Quartal Einmalaufwendungen von rund 130 Mio. EUR fällig werden. Dabei schlagen die Schließung des Produktionsentwicklungs-Zentrums in Vietnam sowie die angestrebte Verlagerung des internationalen Produktteams von London nach Herzogenaurach zu Buche. rs

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 1-2 / 2014