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Prozesslawine endet mit Konkurs für Lawinenball

  • Uli Wittmann
  • Donnerstag | 05. Mai 2011  |  10:26 Uhr
Gräfelfing. Mit einer Abweisung der Berufungsanträge von Lawinenball-Chef Herbert Fournier zog das Oberlandesgericht Innsbruck einen Schlussstrich unter die juristischen Auseinandersetzungen mit Wettbewerber ABS.

Zum einen muss der Unterlegene seine Aussagen öffentlich widerrufen. Auf seiner Interseite http://www.lawinen-airbag-diskussion.de kommt Fournier dieser Auflage nach und stellt dort fest: Gemäß dem über die Klage der ABS Peter Aschauer GmbH ergangenen Urteil des Landesgerichtes Innsbruck zu 59 Cg 70/09h vom 20.8.2010, und des Urteils des Oberlandesgerichtes

Innsbruck zu 2 R 200/10v vom 23.12.2010 bin ich verpflichtet, nachstehende Erklärung abzugeben: Ich widerrufe die Behauptung „Es gibt gleich viele Ganzverschüttete ob mit oder ohne ABS-Airbag“ und die Behauptung „Der ABS-Hersteller manipuliert die ABS-Unfallstatistik.“ Schwieriger könnte sich die Erfüllung der Ersatzpflicht für die Verfahrenskosten gestalten, da Fournier über sein Vermögen das Schuldenregulierungs-Verfahren eröffnete. Auch wenn ABS-Erfinder Peter Aschauer sich zufrieden mit dem Ausgang des Rechtsstreits zeigte, ließ er allerdings auch verlauten, dass der Kontrahent mit einem Antrag auf Privatkonkurs „sich seiner finanziellen Verantwortung weitgehend entzieht“. ABS geht nicht mehr davon aus, dass Fournier für das Verfahren finanziell aufkommt. uw

Autor: Uli Wittmann

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10 / 2011