Freitag | 29. Juni 2012  |  08:35 Uhr

Otto’s steigt mit Sherpa ins Outdoor-Geschäft ein

Otto’s, der mittelständische Lebensmittel-Händler aus der Schweiz, zieht seine Konsequenzen aus dem aktuell schwierigen Einzelhandels-Umfeld in der Eidgenossenschaft und setzt mit dem Einstieg in den Outdoor-Handel weiter auf Diversifizierung.

Otto’s bedient bereits mehrere Geschäftsfelder – stationär wie im Internet –, darunter Lebensmittel, Möbel, Autos sowie Auto-Vermietung. Insgesamt betreibt das Unternehmen derzeit rund 100 Verkaufsstellen. Nun hat die Kette den Outdoor-Spezialisten Sherpa aus Basel übernommen, der zurzeit mit 14 Geschäften am Markt tätig ist. Wie es heißt, geht Otto’s davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld im Outdoor-Bereich besser ist als in den anderen Branchen, in denen das Unternehmen aktiv ist. Wie zuvor berichtet, hat sich der Handel mit Outdoor- und Sportartikeln in der Schweiz ebenfalls als zunehmend schwierig erwiesen. Die Kunden orientieren sich derzeit gerne ins nahe gelegene Euro-Ausland, um die Stärke des Franken dort zu nutzen. Sherpas neuer Inhaber hat dennoch jede Menge mit dem jüngsten Baby vor, will aber auch nicht ausschließen, dass er Läden, die sich nicht wirklich lohnen, schließen könnte. Die Marschrichtung besteht darin, bestehende Läden zu modernisieren und zu expandieren. Man stellt sich bei Otto’s bis zu 25 neue Sherpa-Läden innerhalb der nächsten fünf Jahre vor. In den jeweils zwei Läden in Basel und Zürich wurde bereits kräftig renoviert. Diese vier Geschäfte dürften als Modelle für künftige Verkaufsstellen dienen.

Für die erfolgreiche Geschäfts-Entwicklung von Sherpa wurde auch in Personal investiert: Der neue „Ober-Sherpa“ ist Bruno Rüdisüli, zuletzt Geschäftsführer von Puma Schweiz und davor eidgenössischer Anführer von Salomon bzw. Amer Sports.

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2012