Donnerstag | 20. Oktober 2011  |  13:43 Uhr

Neuer Schöffel-Lowa-Store dient auch als Pilotprojekt

Ingolstadt. Am 13. Oktober eröffnete der neunte Schöffel-Lowa-Markenstore im Einkaufszentrum Westpark.

Auf 230 qm finden die Kunden ein besonderes Geschäft. Durch das neuartige modulare Konzept im Ladenbau, lassen sich vom 20 qm Shop-in-Shop bis hin zum 250 qm großen Store die meisten Händlerwünsche erfüllen. Was in dem hellen Laden auffällt: Die Ware steht im Vordergrund. „In Ingolstadt stellen wir unseren neuen Pilotstore vor, den wir in Zukunft multiplizieren werden. Das neue Ladenbau-Konzept setzt noch stärker auf eine moderne und attraktive Outdoor-Welt. Hier bleibt der Alltag draußen. Wir entführen den Kunden in die Natur. Die eingesetzten Materialien sind hochwertig und stimmig. Die Multiplikation soll mit Partnern aus dem Fachhandel erfolgen. Die Standorte müssen ein Potenzial aufweisen, die eine Rendite von mindestens 5% ab dem ersten Jahr erreichen," erklärt Ralf Seufert, Geschäftsführer der Schöffel-Lowa Sportartikel GmbH. Alexander Köllner führt in der neuen Niederlassung die Geschäfte. Ihm zur Seite stehen vier Mitarbeiter. Zur Eröffnung war auch Peter Schöffel gekommen und erläuterte, warum die Standortwahl auf die Audi-Stadt fiel: „Wir haben mit GFK-Zahlen und anderen Daten das Potenzial für Ingolstadt ermittelt. Durch Audi und andere attrak-tive Arbeitgeber vor Ort passt das wirtschaftliche Umfeld. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu dem Lowa-Firmensitz in Jetzendorf und unserem in Schwabmünchen. Wir wollen mit unserem Partner aus dem Schuhbereich das neue Konzept testen, bevor wir uns damit an interessierte Händler wenden. Ein Pilotstore, wie dieser hier in Ingolstadt, hilft uns als Hersteller, die Händler besser zu verstehen. Wir mussten erst das Know-how des Handels lernen. Wir haben eine erfolgreiche Lernphase hinter uns, was die Expansion mit Stores betrifft. Jetzt rechnen sich die Dinge."

Lernkurve im Handel gab es nicht gratis

Für die Zukunft hat Peter Schöffel ambitionierte Pläne was den Ausbau des Store-Netzes angeht: „Wir suchen Franchise-Nehmer für die Lowa-Schöffel-Stores. Im kommenden Jahr haben wir uns acht bis zehn Neueröffnungen als Ziel gesetzt. Im deutschsprachigen Raum gibt es für uns noch genügend graue Flecken im Vertrieb. Für uns ist es wichtig die beiden Marken in der Sortimentstiefe in einem attraktiven Store zu präsentieren. Die Nachfrage der zukünftigen Franchise-Nehmer ist sehr hoch. Trotzdem wollen wir weiterhin organisch wachsen und lassen uns dazu Zeit. Unsere Franchise-Stores machen vor allem dort Sinn, wo sich das entsprechende Kundenpotenzial befindet. Das zeigt unser Store auf Sylt." Bei der Store-Eröffnung war auch Lowa-Geschäftsführer Werner Riethmann anwesend und äußerte sich zufrieden über die Allianz mit dem Textilunternehmen aus Schwabmünchen: „Seit 2003 sind wir mit Schöffel Partner. Schließlich haben wir die gleichen Kunden und verfolgen in Europa dieselbe Markenpolitik. Bei Lowa sind wir stolz auf diese Partnerschaft. Unsere Lernkurve im Handel gab es nicht gratis. Retail ist Detail und steht unter dem starken Einfluss der Markenführung. Durch die elektronischen Medien ist der Kunde noch besser informiert als je zuvor. Es kann vorkommen, dass der Konsument mehr Detailwissen hat, als ein Verkäufer. Wir sehen in den Schöffel-Lowa-Stores eine große Wachstumschance durch konsequente und qualifizierte Beratung." Der neue Store in Ingolstadt soll auch für interessierte Händler ein Anlaufpunkt sein, um zu zeigen, was ein Partner der beiden Marken zu erwarten hat. Schöffel argumentiert dazu: „Händler, die sich für einen Schöffel-Lowa-Store entscheiden, signalisieren den Kunden eine gewisse Exklusivität. Auch für uns als Marken ist diese Außendarstellung extrem wichtig. Viele Händler fragen sich, was tun die beiden Marken für mich, wenn ich mich als Franchise-Partner entscheide? Zu unserem Paket gehört die Einbindung in das Marketing und verschiedene Servicepakete. So kommt alle vier bis sechs Wochen ein Merchandiser in den Store und berät professionell. Am POS helfen wir aktiv mit. Saisonale Schulungskonzepte sind für uns ebenfalls sehr wichtig, denn die Fachberater in einem Schöffel-Lowa-Store sollen die Kunden kompetent beraten können." Beide Unternehmen sehen die neunte Store-Eröffnung als einen Startschuss, um sich an ein größeres Kundenpotenzial sowie eine Flächenexpansion zu wagen. Dazu Riethmann: „Wir beschränken uns schon lange nicht mehr auf den Alpenraum oder Süddeutschland. Schöffel-Lowa-Land ist überall, wo es Natur gibt. Denn bei den Kunden gibt es mehr Leute, die gutes Schuhwerk für den Spaziergang mit dem Hund bei jeden Wetter brauchen, als solche die den Mont Blanc besteigen wollen." In Frankfurt, Düsseldorf und Berlin betreiben beide Unternehmen die Stores in Eigenregie, alle anderen (Oberstdorf, Westerland/Sylt, Leipzig, Oldenburg und Todtnau) werden von Franchise-Partner geführt. uw

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Autor: Uli Wittmann

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 23 / 2011