Donnerstag | 14. Juni 2012  |  07:26 Uhr

Mysportworld eröffnet Laden in Berlin

Berlin. Vom virtuellen Shoppingclub über den Online-Shop zum stationären Geschäft: Mysportworld in Berlin. Albert Schwarzmeier und Erik Pfannmöller gingen 2010 an den Start und setzten von Anfang an auf Markenartikel. Ihr Motto: von Sportlern für Sportler.

Schwarzmeier ist passionierter Wintersportler, Pfannmöller war Weltmeister im Kajak Einer und langjähriges Nationalmannschafts-Mitglied (Kanu-Slalom). Der Online-Shop feiert gerade einjähriges Jubiläum. Das Ladengeschäft mit 300 qm wurde soeben eröffnet.

2010 war das Jahr der Shoppingclubs. Auch die beiden Newcomer erkannten die Chance und riefen in Berlin unter dem Label Mysportbrands eine Verkaufsplattform für Mitglieder ins Leben. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Markenartikel sind billiger und begrenzt. Mysportbrands wurde 2011 um einen Online-Shop Mysportworld ergänzt. Mit den beiden Modellen sollen unterschiedliche Kundengruppen angesprochen werden, erklärt Schwarzmeier. Während im Shoppingclub also der Preis im Vordergrund steht (mit Rabatten von bis zu 70%), seien es im Webshop vielmehr Service und Auswahl. Für beide Plattformen gilt: Die meisten Kunden kommen aus dem deutschsprachigen Raum. Deutschland und Österreich liegen hier vorn, die Schweiz soll Ende des Sommers folgen. Anfang 2013 jedoch wollen die Gründer beide Angebotsformen noch internationaler aufstellen und in andere Länder expandieren, verrät Schwarzmeier.

Die Online-Konkurrenz der Mitbewerber fürchtet der Internethändler nicht. Auch beim Thema Logistik scheut der Newcomer keinen Vergleich. Eine Versandquote von über 97,5 Prozent liege teilweise sogar höher als bei anderen bekannten Verkaufs-Plattformen. Das Logistikcenter ist momentan in Erfurt angesiedelt, ein weiteres Center wird bereits geplant. Dieses soll dann in Berlin entstehen.

„Auswahl und Liefergeschwindigkeit“ seien die Punkte, die bei den Kunden am besten ankommen, sagt Schwarzmeier. Alle Produktbilder werden inhouse hergestellt, was ein hohes Maß an Einheitlichkeit und Wiedererkennung erzeugt. Dafür sorgen derzeit rund 70 Mitarbeiter. Innerhalb von 24 Stunden sind alle Produkte, die auf der Plattform abgebildet sind, erhältlich. Die Themen Outdoor, Running und Lifestyle erweisen sich als Renner. Im Mai wird der Bereich Bike neu aufgestellt. Angefangen wird mit Fahrradbekleidung und Accessoires, erklärt der Geschäftsführer. Allerdings spreche man auch mit Herstellern über die Möglichkeit, komplette Räder auf der Plattform anzubieten. Zum Winter würden außerdem die Bereiche Winter- und Teamsport dazu kommen.

Mit einem derzeitigen Gesamtumsatz von rund 20 Mio. EUR wird zwar noch kein Gewinn erzielt, doch die beiden Gründer sind sich sicher, dass man mit Beginn 2013 die Wende erreicht. Mit bis zu 21.000 Paketen im Monat und bereits über 500.000 Mitgliedern im Einkaufsclub liege man bei der Entwicklung im Plan. Rotstiftpreise gibt es im Shop, jedoch gelte die Maxime, dass die Preise über die Saison stabil gehalten würden.

Viel größeren Wert legen die beiden Sporthändler auf Service. So ist die Lieferung frei (auch Rücksendung innerhalb von 111 Tagen). Es gibt eine kostenlose Beratung via Hotline. Service im Online-Bereich müsse bedeuten, dass das Gesamtpaket stimmt, ist Schwarzmeier überzeugt. 15.000 Besucher prüfen das derzeit täglich, Tendenz steigend.

Nicolas Kellner

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Das Gründerteam: Albert Schwarzmeier (links) und Erik Pfannmöller

Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 11 / 2012