Donnerstag | 15. März 2012  |  13:22 Uhr

Mehr Umsatz, mehr Läden, mehr Konkurrenz

Hamburg. Globetrotter Ausrüstung bleibt weiter auf Wachstumskurs dank neuer bzw. verbesserter Filialen. Weniger Freude bereitete im abgelaufenen Geschäftsjahr der Versandhandel, der durch neue Mitbewerber unter Druck steht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (29. Februar) konnte Globetrotter Ausrüstung seinen Umsatz um circa 10% steigern und erreichte einen Brutto-Erlös von 250 Mio. EUR. Andreas Bartmann, geschäftsführender Gesellschafter, räumte allerdings ein, dass diese Zahlen hinter den ursprünglichen Plänen lägen. Tatsächlich war auch für den Hamburger Händler das Wetter ein Thema, aber die eigentlichen Probleme liegen woanders.

Nach Auskunft von Bartmann gebe es Schwierigkeiten mit aufstrebenden Online-Händlern wie beispielsweise Zalando. Offenbar geht es bei diesen neuen Mitbewerbern in erster Linie nicht um die Qualität von ihrem Angebot, sondern um deren starke Präsenz in Suchmaschinen.

Im letzten Geschäftsjahr ging der Versandanteil am Umsatz auf etwas mehr als 40% zurück, aber die Geschäftsleitung sieht gute Chancen für das laufende Jahr, den Online-Anteil auf Kurs zu bringen, d.h. den Versandhandel wieder auf 50% des Gesamtgeschäfts zu steigern.

Für Globetrotter war in erster Linie das stationäre Geschäft das große Los im vergangenen Geschäftsjahr: Der Umsatz-Zuwachs war vordergründig vom ganz neuen Geschäft in München getragen sowie von der Runderneuerung in Dresden. Bartmann lässt allerdings wissen, dass das flächenbereinigte Geschäft um 0,5 bis 1,5 Prozent im Minus lag. Konsequenterweise will der Filialist sein Netz an Geschäften weiter ausbauen, zum Beispiel in Stuttgart (siehe Kasten).

Am vergangenen Freitag öffnete Globe­trotter seine neue Filiale in Frankfurt am Main auf 4150 qm unweit des zukünftigen Gebäudes der Europäischen Zentralbank. Damit stockt das Unternehmen gewaltig in der Main-Metropole auf, wo bislang am älteren Standort gerademal 1400 qm zur Verfügung standen. Der soll übrigens beibehalten bleiben und dient als Schnäppchen-Laden, wie die Hanseaten das bereits seit mehreren Jahren in Bonn praktizieren. mh

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Autor: Markus Huber

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 05 / 2012