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„Mäx“ macht Vista Sport dicht

  • Bernd Gutewort
  • Montag | 25. Februar 2013  |  10:36 Uhr
Radolfszell. Martin „Mäx“ Meyer, Gründer von Vista Sport, gibt sein Geschäftsmodell als Importeur Ende April/Anfang Mai auf und macht dicht.

Der 44-Jährige sammelte 22 Jahre Erfahrung in der Sport-Branche: Unter Heiner Frohwein (Albstadt) baute er Burton in Deutschland auf und machte sich anschließend 1998 mit Vista Sport (in Bodman-Ludwigshafen) selbstständig. „Was sich seit den letzten drei Jahren so abspielt“, erklärt Mäx, „wollte ich als vorausschauender Kaufmann nicht länger tagen“. Er habe seine Verträge mit den Marken freiwillig gekündigt, da der Druck von Seiten des Fachhandels immens zugenommen habe. „Rücknahmen, Depot-Modelle und WKZ-Ansprüche ohne Ende“ haben ihn unter anderem dazu gebracht. Als Berater und Begleiter könnte er möglicherweise den Marken erhalten bleiben.

Anbieter Smith (Googles, Sonnenbrillen, Helme), für den er seit 14 Jahren als Deutschland-Importeur fungierte, läuft künftig direkt über die Mutterfirma Safilo (Padua). Denkbar ist, aber noch nicht fix, dass Florian Rhiemeier (32) – seit zehn Jahren bei Vista Sport – als Ansprechpartner im Marketing und als Bindeglied für den Außendienst weiterhin für Smith arbeitet.

Die amerikanische Basketball-Marke And 1(Footwear & Apparel), die Mäx in Deutschland, Österreich und der Schweiz vermarktete, soll über die Park & Ride GmbH (München) vertrieben werden. Dahinter steht Szenehändler Christian Grosse, Inhaber und Gründer der Kickz AG und der Tochtermarke K1X. Um diese drei genannten Länder, wo Vista Sport mit Gobandit (Helmkameras) aktiv war, kümmert sich der Inhaber Aleksandar Ristic (München) zunächst selbst. Wie es mit dem Vertrieb der kanadischen Freestyle-Marke Orage in Deutschland und Österreich weitergeht, war bis Redaktions-Schluss noch nicht endgültig klar. rs

Autor: Bernd Gutewort

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 05 / 2013