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Lowa wird im Umsatz erstmals dreistellig

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 29. Juni 2011  |  11:36 Uhr
Jetzendorf . Erstmalig in ihrer Geschichte erreichte die Marke Lowa 2010 einen dreistelligen Millionen-Umsatz.

Im vergangenen Jahr sprangen die Erlöse von 92 auf 113 Mio. EUR. Dabei sind die Tochterunternehmen in der Schweiz und den USA nicht konsolidiert. Der Gesamtumsatz von Lowa Sportschuhe, der auch andere Aktivitäten umfasst, kletterte im gleichen Zeitraum von 107 auf 132. Mio. EUR. Weitere Geschäftsfelder sind der Großhandel mit Marken wie Rollerblade, Blizzard und X-Bionic in Deutschland.Lowa profitierte unter anderem von zwei starken Winterhälften in 2010, während nach Abbruch des Winters 2010/11 im ersten Quartal 2011 eher schleppende Umsätze verbucht wurden. Bezüglich der Stückzahlen legte der Schuhanbieter ein starkes Stück hin: Nach 1,8 Millionen Paar in 2009, wurde im letzten Jahr mit 2,02 Millionen Einheiten erstmalig die magische Zahl von 2 Millionen überhüpft. Entsprechend entwickelte sich die Auftragslage (Stand: März 2011): Im Vergleich zum Vorjahres-Monat kletterten die Bestellungen um eine halbe Million auf 1,83 Millionen Paar. Nach Ländern geordnet, bleibt Deutschland mit einem Absatzanteil von 47% bei weitem der wichtigste Markt für Lowa, gefolgt von der Schweiz mit 13% und den Benelux-Ländern mit 9%. Darauf folgen Österreich (8%), die USA (6%) und Frankreich (5%). Das Unternehmen peilt in den nächsten zwei Jahren an, die Exportquote von 53 auf 60% zu erhöhen.

In Österreich blieben die verkauften Paar Schuhe bei rund 170.000 in etwa stabil. Der Umsatz konnte aber aus zwei Gründen um 10% gesteigert werden: Unter dem Motto Lowa+Sox werden in Österreich Schuhe in Verbindung mit X-Socks verkauft. Zudem wurde die Brillenmarke Gloryfy in den Vertrieb genommen. Dies entspricht der Entwicklung in der Schweiz, wo der Verkauf von Lowa-Schuhen mit 278.000 Paar auf Vorjahres-Niveau blieb. Ähnliches gilt für Leki-Stöcke (120.000 Paar) und X-Socks (220.000 Paar). Dennoch wurde der Umsatz um 4,6 auf 42,3 Mio. CHF in die Höhe getrieben. Dies hängt mit der sukzessiven Übernahme der Schweiz-Vertriebe von Marken zusammen, die wie Lowa zur Tecnica-Gruppe gehören: Blizzard, Tecnica und Moonboot. Hinzu kam außerdem die Vertretung der Gloryfy-Brillen. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2011