Freitag | 02. Dezember 2011  |  06:23 Uhr

Lidl hinkt Erzrivale Aldi weit hinterher

Weinfelden. Die Expansionspläne von Lidl in der Schweiz sind ins Stocken geraten.

Erzrivale Aldi ist weiter. Dessen sportliche Eigenmarke Crane ist wesentlich bekannter und präsenter als das Lidl-Pendant Crivit Sports.Mit Wintersport-Ware, so massiv wie noch nie, macht Aldi derzeit von sich Reden. Rund 100 Filialen wollte Lidl Ende dieses Jahr haben, insgesamt sollten es mindestens 200 werden. Doch der deutsche Discounter hinkt mächtig hinterher: Gerade mal 80 Filialen zählt Lidl bisher. Die nächste Eröffnung winkt am 8. Dezember in Matten. Man sei noch weit davon entfernt, ein flächendeckender Versorger in der Schweiz zu sein, musste Lidl-Schweiz-Chef ­An­dreas Pohl zugeben. Beobachter glauben sogar, dass Lidl sein Interesse an der Schweiz ganz verlieren könnte. Der deutsche Billiganbieter dementiert das. Das enttäuschende Vorankommen hänge auch damit zusammen, dass man nur über ein Verteilerzentrum (am Unternehmenshauptsitz in Weinfelden) verfügt. Lidl kommt mit der Logistik nicht hinterher. Die Klärung von Standortfragen und Bewilligungsverfahren sind in der Schweiz extrem langwierig. Das bekam selbst die Migros schon zu spüren. Aldi scheint in der Frage ein geschickteres Händchen zu haben und unterhält drei Verteilercenter in der Eidgenossenschaft und mittlerweile knapp 150 Läden. Lidl, Anfang 2009, knapp zwei Jahre nach Aldi, in der Schweiz gestartet, wuchs anfänglich schneller. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet. Außerdem powert Aldi seit Anfang November auch an der Winterfront massiv mit Billigangeboten rund um Ski und Snowboard. Die Auswahl an Hartware (Ski, Helme, Protektoren) und an Bekleidung ist so umfangreich, wie noch in keinem Jahr zuvor. npk

Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 26 / 2011