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Kleinere Händler profitieren vom Run auf Langlauf-Ski

  • Nicolas Kellner
  • Mittwoch | 02. Februar 2011  |  07:18 Uhr
Zürich. Langlauf-Ski werden knapp: Viele Konsumenten wechseln in die Spur.

Vorbei also die Zeiten, als „LL“ als Biedermann-Sport galt. Manche sehen darin auch einen „Dario-Cologna-Effekt“. Der Schweizer Loipenstar fährt im Weltcup allen davon und gewann kürzlich zum zweiten Mal in Folge die „Tour de Ski“. Das erfreut natürlich Sponsoren, TV-Anstalten und selbstverständlich die Ausrüster Fischer, Alpina und Swix. Der wahre Gewinner jedoch ist der Sporthandel: Vor allem kleinere Händler, die das Segment gepflegt haben. Großverteiler und Filialisten à la Ochsner, Athleticum und SportXX hatten die schmalen Latten teilweise aus dem Sortiment genommen. Das rächt sich jetzt: Die Großen haben praktisch keine Ware. Viele Wintersport-Fans haben die Loipen-Bretter als Alternative zum teureren Alpinsport entdeckt. „Das Geschäft läuft bombig“, berichtet Andreas Schaad (Schaad Nordic Sports) in Studen/SZ. In diesem Jahr wird der Sporthändler bis zu 20% mehr LL-Ski verkaufen. Die Einsteiger-Kurse seien sehr gut besucht. Speziell Familien würden sich aus Kostengründen auf Langlauf verlegen. Auch bei Vaucher-Sport (Bern) werden dieses Jahr mehr Langlauf-Ski verkauft. Viel mehr Leute auf den Loipen sieht Daniel Garbely, der Präsident der Vereinigung Loipen Schweiz. In diesem Jahr seien über 35.000 Loipen-Pässe verkauft worden, mehr als je zuvor. Insgesamt dürften in diesem Jahr rund eine halbe Million Läufer die Loipen bevölkern. npk

Autor: Nicolas Kellner

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 03 / 2011