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Kiefer Sport pfeift Umbro-Spiel ab

  • Mittwoch | 10. Juli 2013  |  15:16 Uhr
Jürgen Kiefer
Jürgen Kiefer
Steffen Oestreicher
Steffen Oestreicher
Albstadt. Kiefer Sport (Geschäftsführer: Jürgen Kiefer und Steffen Oestreicher), seit Juni 2008 für den Umbro-Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich, beendet die Zusammenarbeit mit dem 1920 gegründeten Traditionsunternehmen aus Cheadle bei Manchester.

Nike kaufte Umbro 2008 und verkaufte die Marke im Herbst 2012 an die Iconix Brand Group (New York), die u.a. auch Danskin und Starter besitzt (SFH Ausgabe 21.22/2012, S. 1).

Roland Schaidreiter
Roland Schaidreiter

Hauptgrund für den Schluss-Strich: Eine Einigung über die künftige Vertriebspolitik, bei der weiterhin die Fachhandels-Orientierung im Mittelpunkt steht, kam nicht zustande. Kiefer: „Natürlich ist es schade, wenn man sich entschließen muss, mit einer Marke nicht mehr weiterzumachen, aber letztendlich konnten wir uns nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen. Umbro hat als authentische englische Fußball-Marke nach wie vor ein großes Potenzial und damit ein klares Bekenntnis zum Fachhandel verdient.“ So sieht es auch Roland Schaidreiter (Brandboxx Salzburg), der bereits seit fast neun Jahren Umbro in Österreich, Slowenien und Ungarn betreut: „Für mich persönlich geht ja ein noch längeres Kapitel mit Umbro zu Ende. Aber ohne klare Ausrichtung auf den Fachhandel, stehe auch ich nicht zur Verfügung.“

Ein Fragezeichen setzt noch Thomas Bächler (KayBee Sports AG, Gümligen bei Bern), der Umbro schon gut zehn Jahre in der Schweiz und Liechtenstein vermarktet: „Der Fachhandel steht im Vordergrund“, sagt der Geschäftsführer. Wenn wir damit nicht zu Rande kämen, „dann lass ich es sein“.

Nicht betroffen von den Unstimmigkeiten ist der Lizenzvertrag über Nike Accessoires, der seit Januar 2012 über Kiefer & Co. Sport Accessoires in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Lichtenstein läuft und erst kürzlich verlängert wurde. Soeben wurde auch der Vertrieb der offiziell lizensierten Nike-Rückennummern und -Buchstaben des niederländischen Herstellers Polygraphic übernommen.

„Mit dem ausschließlichen Fokus auf die Nike Accessoires werden wir hier noch mehr Kraft auf die Straße bringen“, erklärt Oestreicher und betont: „So strukturieren wir derzeit den Customer Sales Bereich grundlegend neu, um den Handel noch besser auch von unserem Innendienst Team betreuen zu können.“ In diese Richtung äußerten sich auch Schaidreiter und Bächler.

Nike Accessoires umfassen im Running-Bereich u.a. Trinkgürtel, Lauf-Handschuhe und Armtaschen für Handys sowie im Fitness-Segment Yogamatten, Pushups, Springseile und Handschuhe. Dazu kommen im Winter Handschuhe, Schals und Haarbänder.

Außerdem werden Flaschen, Schweißbänder, Ballpumpen, Geldbeutel und Beach-Volleybälle angeboten. rs

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2013