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Jack Wolfskin legt Fluor-freien Fahrplan vor

  • Bernd Gutewort
  • Sonntag | 05. Mai 2013  |  17:19 Uhr
Idstein. Der hessische Outdoor-Anbieter lässt auf seine Ankündigung Taten folgen und hat nun einen Plan vorgelegt, wie er bis zum Jahr 2020 den kompletten Ausstieg aus Fluor-basierten Produkten bewerkstelligen will.

In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht in Sachen Grundlagenforschung und der Hochschule Fresenius für anwendungsbezogene Forschung krempelt der Ausrüster die Ärmel hoch und will seine Lieferantenkette diesbezüglich Zug um Zug transparent machen, damit am Ende eine Wertschöpfungs-Kette ohne den Einsatz solcher Schadstoffe steht.

Im Zentrum der Bemühungen steht dabei die Herstellung von Textilien, die ohne die Verwendung des schädlichen PFC auskommt, was nach wie vor technische und wissenschaftliche Herausforderungen stellt, wenn bei allem Umweltschutz auch die funktionelle Seite, der Wetterschutz, gewahrt bleiben soll. Um sein Ziel der PFC-frei hergestellten Ware in dem ambitionierten Zeitrahmen zu erreichen, hat Jack Wolfskin nun einen selbst verpflichtenden Fahrplan aufgestellt. Der beinhaltet unter anderem folgende Schritte: Veröffentlichung der Lieferanten und der strengen Herstellungs-Regularien in einem Grünbuch im kommenden September, die Vermarktung der vollständig Fluor-freien Travel-Kollektion ab August nächsten Jahres sowie die schrittweise Erhöhung des Fluor-freien Anteils der Gesamtkollektion von 50% ab Dezember 2016, von 75% ab Dezember 2018 und der hundertprozentigen Absage an Fluor im Jahr 2020. mh

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 09 / 2013