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Intersport: Sogar der Wintersport konnte sich berappeln

  • Selma Özakin
  • Donnerstag | 20. Dezember 2012  |  13:24 Uhr
Heilbronn. Die erfreulichen Zuwächse von 3% bis 4% auf 2,8 Mrd. EUR Außenumsatz, den die Intersport-Händler in diesem Jahr einfahren dürften, resultieren aus der Entwicklung der „üblichen Verdächtigen“ wie Outdoor (+1%), Running/Walking (+5%), Multisport (+4%), Freizeitmode Sommer (+3%) und Baden/Wassersport (+3%).

Aber auch das Wintersport-Geschäft, das im letzten Jahr maßgeblich zu einem Minus von 7% beigetragen hatte, konnte sich laut Klaus Jost ordentlich mit einem Plus von 15% erholen, da die Schlusswochen des letzten Winters dann doch nicht so schlecht verliefen wie befürchtet. Freizeitmode Winter erzielte sogar ein Plus von 19%. Einbrüche dagegen wurden bei Fitness Workout (-4%), Bike/Funwheel (-17%) und Rackets (-4%) verzeichnet.

Ein Sondereffekt rührte von der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine her, die sich in der Kategorie Fußball/Vereinssport/Fanartikel (+9%) prächtig entwickelte. Das war natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass das vorangegangene Jahr frei von Events war.

Die Zukunft hängt jedoch nicht nur mit dem sich wandelnden Verbraucher-Verhalten zusammen, sondern auch mit der Positionierung des Händlers innerhalb der Verbundgruppe. Daher betonte Kim Roether einmal mehr die fundamentale Bedeutung der elektronischen Vernetzung des Händlers mit „seiner System-Zentrale“: „Ohne elektronische Kommunikation ist Zukunft nicht realistisch.“ Derzeit würden immer noch rund 250 Mitglieder ohne Warenwirtschafts-System arbeiten, 500 mit der eigenen Intersys 5.0 und 140 mit Fremdsystemen. Ein neues Kapitel schlägt die Intersport in Punkto „Multi-Channel-Retail“ zur Januar-Messe auf, um stationäre, speziell kleinere Geschäfte zu stärken, die nicht die ganze Bandbreite darstellen könnten. Mehr zum Kick-Off für die neuen Tabelts als mobile Endgeräte zur „Regalverlängerung“ bringt SFH in der nächsten Ausgabe.

TAF-Deal unter Dach und Fach

Am Montag besiegelte die Dachorganisation Intersport International formell die Übernahme des US-Franchise-Konzepts The Athlete’s Foot und aller Franchise-Verträge für die 430 Sportgeschäfte, die unter der Marke TAF derzeit in 27 Ländern operativ sind. Mit TAF erhöht Intersport ihre weltweite Präsenz von 41 auf 63 Länder, darunter auch in wichtigen bzw. aufstrebenden Märkten wie den USA, Lateinamerika und Australien. rs/mh

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In der modernen Welt muss man über das Internet alles teilen, sogar wie man sich bei der Kleideranprobe schlägt. In neu gestalteten Intersport-Geschäften gibt es dafür den „Tweet Mirror“. Mit dessen Hilfe können sich die Kunden mit ihren Freunden online vernetzen und Rat einholen, ob die ausgewählte Kluft gut steht – oder vielleicht doch eher nicht.

Autor: Selma Özakin

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 24 / 2012