Freitag | 30. März 2012  |  07:08 Uhr

Größwang verlässt Eybl

Wels. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat Florian Größwang das Unternehmen Sport Eybl bereits im Februar verlassen.

Der 36-Jährige war seit 2007 im Unternehmen und rückte unlängst in die Geschäftsführung Vertrieb auf. Sein unvermittelter Abgang deutet auf grundlegende Meinungsverschiedenheiten hin. Der Vorstand der Eybl Experts AG, Peter Wahle, schweigt zu den näheren Umständen von dessen Abgang.

Wie berichtet (SFH Ausgabe 6/2012, S. 14), wurden die Einkaufsabteilungen der beiden Betriebstypen der EAG – Sports Experts und Sport Eybl – wieder zusammengelegt, nachdem diese vor fünf Jahren getrennt wurden. Wahle begründet den aktuellen Kurswechsel mit Sparmaßnahmen. Mit Verzögerung nimmt er jetzt zu den damit verbundenen Kündigungen Stellung und beziffert diese mit 17. Zudem seien Pensionsantritte nicht nachbesetzt worden. Branchenmitglieder berichten von insgesamt 31 Abgängen.

Teure Kurswechsel

Die Revidierung der Einkaufspolitik bedeutet insgesamt schon den zweiten radikalen Kurswechsel unter Wahle. Auch der erste steht in Zusammenhang mit oben genannter Betriebstypen-Differenzierung: 2007 wurde Sports Experts in einen Discounter umgewidmet, und nach einem jähen Rückgang sowie Jahren der Stagnation erfolgte im Herbst 2010 eine neuerliche Umwandlung von Sports Experts in ein junges preisaggressives Konzept.

Das Umsatzminus, das in der ersten Geschäftsjahreshälfte (ab 1.9.2011) aufgelaufen war, beziffert Wahle in einer offiziellen Pressemitteilung mit 4%. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Eybl-Standorte vorrangig in Ostösterreich und im städtischen Raum liegen – also Lagen, die im vergangenen Winter benachteiligt waren. Insider wissen, dass Eybl speziell in den Filialen Innsbruck und Graz gelitten hat. Ein flächenbereinigtes Ergebnis gibt Wahle trotz beträchtlichem Flächenwachstum nicht bekannt: Sports Experts ist im Oktober 2011 um zwei Filialen gewachsen und Eybl hat den Store in Vösendorf von 7500 auf 14.000 qm fast verdoppelt (SFH Ausgabe 23/2011, S. 12). su

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 07 / 2012