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Gore-Tex ordnet sein Marken-Portfolio neu

  • Markus Huber
  • Montag | 16. Januar 2012  |  12:23 Uhr
München. Gore-Tex will dem Kunden die Kaufentscheidung im Fachgeschäft noch leichter machen und sortiert dafür sein Angebot an Sub-Marken neu – nach dem Motto: weniger ist mehr.

Lewis Grundy, der bei Gore die Business Unit Mountain Sports leitet erklärte gegenüber sportFACHHANDEL, dass es in Zukunft die Bezeichnungen Paclite, Soft Shell, Pro Shell und Performance Shell als Marken nicht mehr geben soll. Die Bezeichnungen werden zwar weiterhin als Technologie-Informationen beibehalten, sollen den Hag-Tags aber keinen Markenstempel mehr aufdrücken. Stattdessen wird es ab Herbst/Winter 2012/13 zwei neue Kategorien geben: Gore-Tex Pro und Gore-Tex Active. „Die bisherigen Bezeichnungen haben mehr das Produkt beschrieben und weniger den Endnutzen, den der Kunde davon hat", erläutert der Gore-Manager. Das soll mit den beiden neuen Kategorien anders werden: Gore-Tex Pro richtet sich an die ganz harten Sportler wie ambitionierte Bergsteiger, für die es in erster Linie auf die Robustheit der Ausrüstung ankommt, um sich selbst bei extremer Belastung voll auf das Equipment verlassen zu können. Einen anderen Ansatz verfolgt dagegen Gore-Tex Active. Dieses Angebot zielt auf Konsumenten ab, für die „fast & light" das Credo ist. Dazu gehören Action-sportler, die dem Mountainbiken, Trail-Running und Skitouren frönen. Weil es diesen Ausdauer-Athleten gerne mal warm wird, liegt hier der Akzent nicht ganz so stark auf der Strapazierfähigkeit des Materials wie bei den Pro-Produkten. Stattdessen stehen hier Atmungsaktivität und Feuchtigkeits-Management im Vordergrund. Neben der Neuausrichtung der Produktpalette hat sich auch bei der inneren Struktur von Gore-Tex etwas getan: Die Bereiche Outdoor und Snow wurden in der Einheit Mountain Sports verschmolzen, die von Grundy geleitet wird. Der 44-Jährige, seit vier Jahren beim Membran-Hersteller, war zuvor für Berghaus und Karrimor tätig. Die Zusammenlegung der beiden Bereiche ist unter anderem dem Umstand zu verdanken, dass die Industriekunden zumeist sowohl Outdoor- als auch Wintersport-Produkte konfektionieren. mh

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Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 01-02 / 2012