Donnerstag | 20. Februar 2014  |  11:43 Uhr

Gigasport: Teurer Abschied aus Osteuropa

Wien/Graz. Gigasports Rückzug aus Tschechien und der Slowakei in 2012 schlägt sich auch im zweiten Jahr in Folge noch zu Buche:

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Co-Branding: Künftig soll die Zusammenarbeit von Gigasport und Sport 2000 auch für den Endkunden sichtbar sein.

Die Bilanz 2012/13 (per Ende Februar) der Mutter Kastner & Öhler Warenhaus AG weist einen konstanten Gesamtumsatz von 210 Mio. EUR und ein negatives Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) von 3,4 Mio. EUR aus. 108 Mio. EUR des Umsatzes entfallen auf Gigasport.

Der größte Teil des Osteuropa-Rückzugs sei laut Unternehmensangaben bereits in der Bilanz 2011/12 enthalten, die ein negatives EGT von 16,5 Mio. EUR aufwies. Für das ablaufende Geschäftsjahr 2013/14 erwartet man eine ausgeglichene Bilanz.

Anhaltend problematisch zeigt sich die Konjunktur in den drei Filialen am verbliebenen Auslandsstandort Slowenien: Dort lief 2012/13 ein Verlust von 2 Mio. EUR auf. Am Heimmarkt Österreich habe der Filialist das Niveau der Vorjahre gehalten, so Vorstand Martin Wäg im Gespräch mit sportFACHHANDEL.

Nach Schließung einer Filiale in Dornbirn bewirtschaftet Gigasport in Österreich 16 Geschäfte. Eine weitere Filiale soll Anfang 2016 auf 1500 qm Fläche im neu entstehenden EKZ der Rutter-Gruppe in Liezen (Steiermark) öffnen.

Gigasport ist seit Januar 2013 Mitglied von Sport 2000. Mit 339 Standorten und einem Umsatz von 382 Mio. EUR repräsentieren die Einkaufspartner einen Marktanteil von 29%. Mit 1. Februar 2014 wurde die Kooperation auf das Marketing erweitert. Inhalt der Vereinbarung ist das Co-Branding der Gigasport-Filialen als Partner der Sport 2000 und die Nutzung des Ski Rental-Services des Einkaufsverbandes. su

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Wollen ihre Partnerschaft nicht beim Wareneinkauf belassen, sondern auch im Marketing kooperieren: Holger Schwarting, Vorstand der Sport 2000 (links) mit Prokurist Christoph Krah-winkler (2.v.r.), Andreas Zinschitz, Vorstand Kastner & Öhler (rechts) und Gigasport-Geschäftsführer Reinhard Schaffler (2.v.li.)

Autor: Bernd Gutewort

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