Montag | 16. Januar 2012  |  12:33 Uhr

Geht Ringen um Kneissl in die letzte Runde?

Kufstein. Bei der insolventen Tiroler Skifirma Kneissl geht es erneut rund: Nachdem der frühere Mehrheitseigentümer Mohammed Al Jaber im Bieterprozess im Oktober 200.000 EUR als Anzahlung überraschend locker machte (SFH 23/2011, S.1), nahm der Scheich jetzt nochmal Geld in die Hand und hinterlegte knapp 2 Mio. EUR auf einem Treuhand-Konto seines Anwalts.

Die deutsche Gruppe Friends of Sports Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH um Andreas Kramer (SFH 22/2011, S.1), die für eine Übernahme bereits grünes Licht vom Gläubigerausschuss bekommen hatte, ist kurz vor Weihnachten wieder aus dem Rennen. Laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) könnte es Ende Januar zur Abstimmung über die Sanierungspläne bei den drei insolventen Gesellschaften – Kneissl Holding, Kneissl Star Lounge und Kneissl Tirol – kommen, die Managing Director Andreas Gebauer am 22. Dezember einbrachte. Den Gläubigern wird dabei – so der KSV – eine Quote von 20% in Aussicht gestellt, die fünf Tage nach Annahme der Sanierungspläne fließen soll. Laut Gebauer sei geplant, Kneissl Tirol in Kufstein weiter zu betreiben. rs

Autor: Reinhard Schymura

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 01-02 / 2012