Dienstag | 19. April 2011  |  08:58 Uhr

Fitness: Mehr Mitglieder, aber weniger Studios

Wien. Die Mitgliederzahl der österreichischen Fitness-Studios wächst jährlich durchschnittlich um 4%. Profiteure des Trends sind sowohl Billig- als auch Premium-Anbieter.

2009 erwirtschafteten 441 Studios mit 432.000 Mitgliedern einen Umsatz von 215,6 Mio. EUR (Quelle: Kreutzer,

Fischer & Partner, Wien). Steigende Mitgliederzahlen stehen dabei der sinkenden Anzahl von Studios gegenüber. Seit 2005 sank die Menge der Studios um rund 7% auf 441. In diesen Zeitraum fielen Gründung und Expansion der österreichischen Discount-Fitness­kette Fit Inn, die seit 2005 von 0 auf 18 Standorte wuchs. Neun davon befinden sich allein in Wien. Der monat­liche Flat-Rate-Beitrag ist schon unter 20 EUR zu haben. Eine weitere Discounter-Kette – McFit aus Deutschland – unterhält sechs Standorte in Wien. Gerhard Span, Branchensprecher der Fitnessbetriebe und Geschäftsführer der Manhattan-Fitnessanlagen (Wien und Brunn am Gebirge), weiß, dass aktuell nicht nur Discounter einen Boom erleben, sondern auch die Premium-Anbieter. Sein Angebot reicht von Fitness-Training über medizinische und therapeutische Beratung bis hin zu Wellness- und Beauty-Angeboten.

Ein Multifunktions-Konzept, das den Zielgruppentrends der aktuellen ­Markt­daten gerecht wird: Das ­Mitglieder-Wachstum der österreichischen ­Fitnessclubs ist einerseits der ­Zielgruppe Frauen und anderseits den Kunden über 50 Jahren zuzuordnen. Jedes zweite Mitglied der österreichischen Fitnessbetriebe ist weiblich, jedes vierte Mitglied ist Rentner.

Das erhöhte Fitnessbewusstsein der Damen führt aber auch zu einer Spezialisierung: Der Marktanteil von Damenstudios wuchs seit 2005 um 100% und liegt nun bei 8%. Trotz Einzugs der Discounter steigen die Mitgliedsbeiträge in den österreichischen Fitnessbetrieben jährlich um 2,9%. Der Status Quo liegt bei 504 EUR pro Jahr. su

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Autor: Hildegard Suntinger

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 09 / 2011