Samstag | 03. August 2013  |  13:05 Uhr

Eisbär: Feindliche Übernahme

Innsbruck/Feldkirchen. Hinter dem Rücken der Gründerfamilie Wöss hat sich die Tiroler Industrieholding Tyrol Equity die Mehrheitsbeteiligung am oberösterreichischen Mützenhersteller Eisbär geholt.

Der Deal lief über eine Anteilsaufstockung der Tyrol Equity von 26,9% auf 66,67%. Wobei die 40% von der Invest AG, der Beteiligungsfirma der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich übernommen wurden. Pikantes Detail am Rande: Die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich zählt neben Christoph Gerin-Swarovski und der Hypo Tirol zu den Gründern der Tyrol Equity. Die Eisbär Gründerfamilie Wöss, seit 2006 in dritter Generation repräsentiert durch die Geschwister Susanna und David Wöss, hält das restliche Drittel der Unternehmensanteile. Wie David Wöss gegenüber dem Lokalblatt Oberösterreichische Nachrichten betonte, habe er von dem Deal erst im Nachhinein erfahren. Zuvor habe er selbst die Anteile der Invest AG zurückkaufen wollen, dies sei allerdings abgelehnt worden.

Eisbär macht mit bis zu 85 Mitarbeitern nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 11 bis 15 Mio. EUR. Die Produktion erfolgt in Feldkirchen. Der neue Mehrheitseigentümer will am aktuellen Standort festhalten und die Produktion in Feldkirchen stärken. Gleichzeitig soll in neue Märkte expandiert werden: Russland, Korea, Japan, Nordamerika und Skandinavien. Schon seit April sind neben den Wöss-Geschwistern zwei weitere Geschäftsführer im Unternehmen: Tassilo Gruber, ehemals Manager bei Silhouette, ist für Finanzen zuständig und Horst Hauer für Internationalisierung. Hauer war 20 Jahre bei Intersport Österreich und ab 2006 bei Sportmaster in Russland. su

Autor: Bernd Gutewort

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 15 / 2013