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Dosenbach-Ochsner schrumpft, bleibt aber führend

  • Markus Huber
  • Freitag | 20. April 2012  |  08:17 Uhr
Dietikon. Die eidgenössische Deichmann-Tochter Dosenbach-Ochsner, der führende Schuh- und Sporthändler, litt im vergangenen Geschäftsjahr (Kalenderjahr) wie die anderen Marktteilnehmer auch unter ungünstigen Wetterbedingungen und dem starken Franken, der die Kunden in die Eurozone treibt.

In 2011 sank der Umsatz der Handelsformate Dosenbach, Ochsner Shoes und Ochsner Sport insgesamt von 949 Mio. CHF (789,3 Mio. EUR) auf 893 Mio. CHF (742 Mio. EUR). Dabei blieb der mengenmäßige Absatz von Schuhen mit etwa 12,8 Millionen Paar stabil. Das Unternehmen weist keine spezifischen Zahlen für die Kette Ochsner Sport aus – was es allerdings im vorangegangenen Jahr tat: In 2010 belief sich der Umsatz der Sportkette auf 426 Mio. CHF (354,3 Mio. EUR). Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der sportlichen Verkaufsstellen um neun auf 89. Kenner der Schweizer Handelslandschaft bezweifeln allerdings, dass Ochsner Sport im letzten Jahr flächenbereinigt wachsen konnte, da das Wetter nicht mitspielte und das Euro-Ausland die eidgenössischen Kunden in Scharen aus dem Land zog.

Trotz schwierigen Umfeldes scheute Dosenbach-Ochsner keine Investitionen. Im vergangenen Jahr öffnete der Internet-Shop von Dosenbach und investiert wurde in die Fashion-Stores von Snipes, dem deutschen Modehändler, für den Dosenbach-Ochsner die Schweizer Läden betreibt. Zudem erwarb das Deichmann-Unternehmen die Lizenz für Fila in Europa (ohne Britische Inseln und Russland) von den koreanischen Inhabern der ursprünglich italienischen Marke. Deichmann-Sprecher verrieten sportFACHHANDEL, dass es gegenwärtig zu früh sei, über den Geschäftsverlauf von Fila in Europa zu berichten, da man ja operativ erst in diesem Jahr gestartet sei. Das neue Hauptquartier in Dietikon ließ sich Dosenbach-Ochsner 25 Mio. CHF (20,8 Mio. EUR) kosten.

Der Deichmann-Konzern insgesamt konnte im letzten Jahr erneut zulegen: Der Umsatz stieg um 5% auf 4,13 Mrd. EUR, die Zahl der verkauften Schuhe stieg im gleichen Zeitraum von 152 auf 156 Millionen Paar. Die Zahl der Verkaufspunkte stieg dabei von 2939 auf 3175 in 22 Ländern. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 08 / 2012