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Décathlon-Imperium erreicht Umsatzmarke von 7 Milliarden

  • Bernd Gutewort
  • Freitag | 12. April 2013  |  09:21 Uhr
Villeneuve-d’Asq. 2012 konnte sich Oxylane, der Mutterkonzern von Décathlon, erneut steigern.

Global brachte es der französische Filialist auf einen Umsatz von rund 7 Mrd. EUR. Das entspricht einem tatsächlichen Wachstum von 7,2% bei Berücksichtigung der Öffnung neuer Geschäfte. Flächenbereinigt lag das Plus allerdings bei nur 1,3%.

Mittlerweile tätigt die Kette Geschäfte in nicht weniger als 19 Ländern, nachdem die Franzosen sich im vergangenen Jahr mit einem Geschäft nach Taiwan wagten. Mit Stichtag 31. Dezember betreibt das Unternehmen global 736 Läden. Damit stieg der Saldo um 57 Verkaufsstellen gegenüber dem Vorjahr. Das Handelsformat Décathlon (ohne Schwester-Vertriebsformen unter dem Dach von Oxylane) erreichte eine Gesamtzahl von 653 Geschäften.

Frankreich, als Heimatmarkt der stärkste Faktor des Filialisten, bleibt unverändert die treibende Kraft hinter dem Business auf Tiefpreis-Niveau. Dabei scheint auch in Frankreich noch Luft nach oben zu sein, denn dort konnte Oxylane erneut sechs Läden eröffnen und hievte die Gesamtzahl der Verkaufspunkte auf stattliche 256. Nach Umsatz steuern diese Läden 43,5% zum Gesamtgeschäft von Décathlon bei. Der zweitwichtigste Markt und damit weiterhin das wichtigste Schwungrad im Ausland ist Spanien. Dort wurden 2012 erneut fünf neue Filialen aus dem Boden gestampft, um die Gesamtzahl der Stores auf 97 zu schrauben. Prozentual stärker entwickelten sich allerdings der dritt- und viertwichtigste Markt nach Anzahl der Verkaufsstellen: Italien legte um acht Stores zu und brachte es zum Jahresschluss auf insgesamt 85 Geschäfte. In China, wo es nun 54 Filialen gibt, öffneten die Franzosen nicht weniger als 15 Türen.

Tatsächlich konnte Décathlon die Zahl der Shops in allen Ländern erhöhen. Die Ausnahme spielte dabei Portugal, wo ein Brand dazu führte, dass ein Geschäft vorübergehend dicht machen musste. Das kleine Land bringt es aber immer noch auf 21 Häuser – drei mehr als in Deutschland, wo im vergangenen Jahr vier weitere Geschäfte öffneten. mh

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Jahrmarkt der Sportlichkeiten in der krisenfreien Zone: Die Filiale auf Gran Canaria ist inzwischen eine von 97, womit Spanien seine Rolle als wichtigster Auslandsmarkt der Franzosen bestätigt – auch wenn Italien und China derzeit prozentual nach Anzahl der Verkaufsstellen schneller wachsen.

Autor: Bernd Gutewort

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 08 / 2013