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Columbia stellt Direktverkauf ins Netz

  • Markus Huber
  • Donnerstag | 05. Mai 2011  |  09:58 Uhr
Genf. Columbia Sportswear startet im Herbst mit seinen eigenen Online-Shops für die Marken Columbia und Sorel in Kanada und in bis zu acht der wichtigsten Märkte in Europa. Dazu zählen Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Großbritannien und die Niederlande.

Im Gespräch mit sportFACHHANDEL sieht Europa-Chef Christian Finell kein Konflikt-Potenzial mit den eigenen Handelskunden in den genannten Märkten. Im Gegenteil: Nach der Neupositionierung von Columbia als technische, innovative Marke sei es ein logischer Schritt gewesen, stärker in die direkte Kommunikation mit dem Endverbraucher zu treten, was auch den Händlern zugute komme, da die Nachfrage nach Columbia-Produkten für alle Vertriebswege erhöht werde. Finell bestätigte, dass es für den neuen Geschäftszweig keine Umsatzvorgaben gebe. Bei einem erfolgreichen Launch der Webseite dürfte ein ähnliches Modell für die Schwestermarke Mountain Hardwear für Europa in absehbarer Zeit folgen.

Nach Angaben der Europa-Zentrale in Genf soll der stationäre Handel mit eigenen Läden nicht strategisch forciert werden. Neben europaweit sieben Fabrikverkäufen zählt das amerikanische Unternehmen derzeit drei reguläre Läden in Frankfurt, München und London. Daneben gibt es verschiedene Franchise-Läden, vor allem in Frankreich. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10 / 2011