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Chinesische Schuhfirmen wollen Geld zurück

  • Markus Huber
  • Freitag | 24. Februar 2012  |  11:44 Uhr
München. Die langjährige Diskussion um Strafzölle auf Schuhimporte aus China und Vietnam ist noch nicht zu Ende.

Wie regelmäßig berichtet, wurden diese Einfuhren über mehrere Jahre mit Anti-Dumping-Zöllen belegt, um die europäische Produktion gegen Billig-Importe aus Fernost zu schützen. Diese Regelung bezog sich in der Tat nicht auf funktionelle, sondern auf modische Schuhe, die in der Sportbranche ebenfalls verkauft werden. Wie bekannt, kassierte die Europäische Kommission nach langem Hin und Her diese Zoll-Gesetzgebung im vergangenen Frühjahr (SFH Ausgabe 02/2011, S. 6). Doch die Streitigkeiten sind noch nicht zu Ende. Die Fachpublikation Shoe Intelligence meldet, dass nun vier chinesische Schuh-Produzenten vor dem Europäischen Gerichtshof Recht bekommen haben, weil sie angeblich nicht die Chance bekommen hatten, zu beweisen, dass sie nicht unter die Belegung von Strafzöllen hätten fallen dürfen. Gleichzeitig profitiert eine Gruppe von rund 30 Schuh-Herstellern aus China von der neuen Argumentation, denn sie stehen beim EUGh Schlange, um ihr Geld, das sie wegen der Strafzölle verloren haben, wieder zu bekommen: Dabei geht es um die Strafzölle, die zwischen Oktober 2006 und März 2011 gezahlt werden mussten, was diese Firmen nun rückwirkend zurück verlangen. mh

Autor: Markus Huber

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… mit den in diesem Artikel genannten Firmen und Personen liegen derzeit nicht vor.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 05 / 2012