Montag | 30. Juli 2012  |  11:05 Uhr

Bei Therm-ic gingen die Lichter aus

Gleisdorf. Für die österreichische Therm-ic Products GmbH war Freitag, der 13. Juli ein schwarzer Tag: Das am 2. Juli eröffnete Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung wurde vom Gläubigerausschuss am 11. Juli wegen einer zu geringen Insolvenzquote abgelehnt.

Einen Tag später sprang darauf hin ein potenzieller Investor ab, der eine neue Firma gründen wollte. Seit dem 13. Juli läuft beim LGZ Graz das Insolvenzverfahren (Rechtsanwalt Dr. Arno Lerchbaumer). Sämtliche Mitarbeiter (29) wurden sofort freigestellt. Betroffen von der finanziellen Schieflage sind die Marken Therm-ic (Heizsysteme für Skischuhe, Lifestyle-Unterwäsche), Body + Tech (Einlegesohlen) und Swiss Line (Schuhe). Nicht betroffen dagegen ist die Marke X-Action (Sportsocken, Funktionstextilien) von Stefan Lenz (Schwarzach). Alle vier Marken wurden Anfang 2011 unter dem Dach Sports Body Systems gebündelt (SFH Ausgabe 2/2011, S. 18). Das Steirer Unternehmen wurde 1988 von David Macher gegründet, der bis 2006 als alleiniger Inhaber fungierte. Seit 2006 ist Urs Maron Miteigentümer. Im August 2011 zog sich Macher aus der Geschäftsführung zurück und übergab seine Anteile an Maron. Laut KSV 1870 betrugen die Aktiva rund 2,1 Mio. EUR, wovon rund 1,4 Mio. EUR an die Steiermärkische Sparkasse verpfändet sind. Die Passiva summierten sich auf knapp 7,2 Mio. EUR. Das Dilemma hätte teilweise der Ex-Geschäftsführer verursacht, der sich angeblich zu einer Schadenswiedergutmachung in Höhe von 150.000 EUR verpflichtet habe. Auch aufgrund der widrigen Wetterbedingungen im Winter 2011/12 seien die Umsätze stark eingebrochen. rs

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 15 / 2012