Dienstag | 19. November 2013  |  15:32 Uhr

Arbeitnehmer machen gegen Entlassungen bei Lenzing mobil

Lenzing. Die Arbeitnehmer-Verbände wollen gegen den wahrscheinlichen Personalabbau beim österreichischen Faserhersteller Lenzing kämpfen. In der letzten Woche hatte es eine Gewinnwarnung gegeben, auf die die Konzernführung mit Stellenstreichungen antworten will.

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Gewinnwarnung und Arbeiterproteste: Faserhersteller Lenzing will auf sinkende Umsätze und Erträge mitt Personalabbau reagieren - auch am oberösterreichischen Stammwerk.
© Foto: Markus Renner / Electric Arts

Wie es in der österreichischen Presse heißt, wollen die Gewerkschaften mit allen Mitteln gegen Massenkündigungen kämpfen. So werden die Arbeitnehmer-Vertreter nötigenfalls auch nicht vor dem Gang zur staatlichen Wirtschaftskommission zurückschrecken, um dort einen Schlichtungsspruch zu erwirken.

Lenzing, Produzent der sportrelevanten Zellulose-Fasern Tencel und Modal, meldete in der letzten Woche für die ersten drei Quartale einen Umsatzrückgang um 7,7% auf knapp 1,5 Mrd. EUR. Dabei brach der Vorsteuergewinn (Ebitda) gegenüber der Vorjahres-Periode um mehr als 20% ein und erreichte 223,8 Mio. EUR. Für das gesamte Geschäftsjahr (Kalenderjahr) war eigentlich ein Ebitda von 280 Mio. EUR eingeplant. Nun dürften es wohl nur zwischen 220 und 230 Mio. EUR werden.

Die Konzernleitung will daher bis in zwei Jahren Kosten in Höhe von 120 Mio. EUR einsparen und fängt da bei der Belegschaft an: Das Personal in der Zentrale in Lenzing/Oberösterreich soll um 15% gekürzt werden. Derzeit sind dort 2600 Menschen beschäftigt. mh

Autor: Markus Huber

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 21-22 / 2013